Landjugend Österreich: Jugend mit Zukunft Tour erfolgreich beendet

Zur neunten und letzten Etappe der österreichweiten "Jugend mit Zukunft"-Tour gemeinsam mit Landjugend und Jungbauernschaft lud Bundesminister Niki Berlakovich gestern Jugendliche aus allen neun Bundesländern ins Lebensministerium.
Armin Assinger, BM Niki Berlakovich, MEP Elisabeth Köstinger und Bundesleiter der LJ Österreich Markus Zuser diskutierten die Zukunftsherausforderungen der jungen Landwirtschaft.
Armin Assinger, BM Niki Berlakovich, MEP Elisabeth Köstinger und Bundesleiter der LJ Österreich Markus Zuser diskutierten die Zukunftsherausforderungen der jungen Landwirtschaft.
Rund 150 junge Landjugendliche und Jungbäuerinnen und Jungbauern folgten diesem Ruf, um mit dem Minister, MEP Elisabeth Köstinger, TV-Moderator Armin Assinger und Bundesleiter der Landjugend Markus Zuser über wichtige Zukunftsthemen zu diskutieren. Dabei präsentierte Berlakovich die erste Junglandwirte-Studie Österreichs, die Trends und Meinungen der Heranwachsenden im ländlichen Raum aufzeigt.

Motto "Motivieren statt resignieren" - Mehrere Tausend TeilnehmerInnen
Ziel der Tour und Studie ist es herauszufinden, was den jungen Menschen auf der Seele brennt. Unter dem Motto "motivieren statt resignieren" will ich ihnen zuhören, Chancen aufzeigen und Mut machen. Die rege Teilnahme an den neun Podiumsdiskussionen in allen Bundesländern und an der Studie verdeutlicht, dass die Heranwachsenden ihre Zukunft aktiv mitgestalten wollen. Jugend braucht Politik, Politik braucht Jugend", so Berlakovich, der die Landjugend Österreich und die Österreichische Jungbauernschaft als vorbildhaft bezeichnete. Mit ihnen hatte er auch die "Jugend mit Zukunft"-Tour organisiert, an der insgesamt mehrere Tausend Jugendliche teilnahmen.

Elisabeth Köstinger, EU-Abgeordnete und Bundesobfrau der Österreichischen Jungbauernschaft, zeigte sich von der Jugendtour begeistert und sagte - auch im Hinblick auf die Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik: "Landwirtschaftliche Berufe sind Top-Jobs mit Zukunft und es muss ein Kernelement der Agrarpolitik sein, das Können und die Motivation der JunglandwirtInnen zu fördern."

Erste österreichweite JunglandwirtInnen-Studie
Jedes Jahr werden ca. 1.400 bäuerliche Betriebe von der jungen Generation übernommen. Um mehr über die Jugendlichen hinter diesen Zahlen und ihr Selbst- und Zukunftsbild herauszufinden, wurde die erste österreichweite Junglandwirte-Studie in Auftrag gegeben.

Innovativ und traditionsbewusst
Die Studie verdeutlicht, dass die JunglandwirtInnen ihr Erbe mit Begeisterung antreten (93%) und gerne Landwirt sind. Über ein Fünftel will den Betrieb sogar ausbauen. Von jenen JunglandwirtInnen, die bereits übernommen haben, würden 92% den Betrieb wieder übernehmen. Ferner stufen sich 85% als innovativ und offen für neue Wege ein und sehen darin eine Stärke, künftigen Herausforderungen erfolgreich zu begegnen. Trotz ihres Bekenntnisses zu Innovationen sehen 86% der Befragten auch die Bewahrung und Fortführung von Traditionen als wichtigen Bestandteil der künftigen Wegbeschreitung an.

Besorgt über Planungssicherheit bei Investitionen – gezielte Unterstützung notwendig
Besorgt zeigten sich 86% der JunglandwirtInnen, dass die Kalkulation von langfristigen Investitionen schwieriger werde, sie wollen Investitionsprogramme, die Planbarkeit gewährleisten. Deshalb fordert die Landjugend Österreich, dass auch in der Gemeinsamen Agrarpolitik nach 2013 die Investitionsförderung wieder verankert ist, und JunglandwirtInnen mit einem höheren Fördersatz besonders unterstützt werden. Auch die Niederlassungsprämie ist für die Landjugend Österreich unumgänglich: Hier fordert sie ein 3-stufiges System mit einem Bildungsbonus, denn Bildung muss unbedingt Voraussetzung bleiben.


Autor:
Aktualisiert am: 05.12.2011 18:40
Landwirt.com Händler Landwirt.com User