Landesverband Reiten und Fahren Burgenland

Der Landesverband Reiten und Fahren Burgenland hielt nun seine Generalversammlung ab. Dabei wurde auf die auch heute noch wirtschaftlich wichtigen Gesichtspunkte in der Pferdehaltung hingewiesen.
Die Generalversammlung des Landesverbandes Reiten und Fahren Burgenland fand nun in Eisenstadt statt. (Foto: Hans Kraus)
Die Generalversammlung des Landesverbandes Reiten und Fahren Burgenland fand nun in Eisenstadt statt. (Foto: Hans Kraus)
In den 50er Jahren gab es im Burgenland noch über 20.000 Pferde, die vor allem in der Landwirtschaft als Arbeitstiere eingesetzt wurden. Mit der beginnenden Mechanisierung wurde das Pferd aber immer mehr von Traktoren und anderen Fahrzeugen ersetzt. Als Folge davon betrug der Pferdebestand bis Anfang der 1980er nur mehr 1.800 Tiere. Mittlerweile werden im Land bereits wieder 3.500 Pferde zu Freizeit- und Sportzwecken gehalten.

Bedeutung des Wirtschaftsfaktors Pferd wieder steigend
„Der Ausbau des Tourismus-, Sport- und Freizeitangebotes hat in den letzten 20 Jahren das Pferd auch im Burgenland wieder stärker in den Vordergrund gerückt. Wir hatten Anfang der 1980er Jahre beim Pferdebestand ein Minimum an Pferden, seither hat sich die Zahl der gehaltenen Pferde nahezu auf derzeit 3.500 verdoppelt. Die jährliche Wertschöpfung der Pferdewirtschaft beträgt im Burgenland rund 14 Mio. €. Wir werden daran arbeiten, dieses Einkommensstandbein unserer bäuerlichen Betriebe weiter auszubauen“, erklärte Landesrat Werner Falb-Meixner anlässlich der Generalversammlung des Landesverbandes für Reiten und Fahren.

Pferdewirtschaft sichert 700 Arbeitsplätze im Land
Die seit Feber 2011 vorliegende Studie „Tourismus- und Freizeitfaktor Pferd in Österreich weist sehr interessante Daten auf: 5 Pferde schaffen einen Arbeitsplatz, die Aufenthaltsdauer von Reittouristen beträgt überdurchschnittliche 8,4 Tage, die Tagesausgaben liegen bei 84,5 Euro, der volkswirtschaftliche Produktionswert liegt bei rund 30 Millionen Euro. Falb-Meixner: „Die wirtschaftliche Bedeutung der Pferdewirtschaft ist daran ersichtlich, dass damit rund 700 Arbeitsplätze im Land abgesichert werden. Rund 3.000 ha landwirtschaftliche Flächen sind an den Pferdesektor gebunden. Der volkswirtschaftliche Produktionswert inklusive vor und nachgelagerten Bereichen beträgt im Burgenland jährlich 30 Millionen Euro.“

Pferdezucht, Pferdeeinstellung und Urlaub am Pferdebauernhof als zusätzliche Einkommenschancen für die Landwirtschaft
„Seitens des Landes werden wir die Bestrebungen verstärken, analog zum boomenden Radtourismus auch den Fremdenverkehr rund um das Pferd – von Reitwegen bis hin zu Reiterhotels – zu forcieren und damit die regionale Wertschöpfung zu erhöhen. Für die landwirtschaftlichen Betriebe ergeben sich über Pferdezucht, Pferdeeinstellung und Urlaub am Pferdebauernhof zusätzliche Einkommenschancen“, so Falb-Meixner abschließend.


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Aktualisiert am: 01.04.2011 09:44
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