Lambacher Praxistipp des Monats

Damit sich nach der Ferkelkastration kein Verknotung an der Eingriffsstelle bildet, muss bedeckt kastriert werden. Hannes Mader, Tierhaltungslehrer der Fachschule Lambach, zeigt, wie's geht.
Mit der Kastrierzange zwicken Sie die Haut auf.
Mit der Kastrierzange zwicken Sie die Haut auf.
Beobachten Sie des öfteren, dass sich bei kastrierten Ferkeln an der Eingriffsstelle eine Verknotung bildet ? Wenn ja, dann sollten Sie die Arbeitsweise beim Kastrieren überdenken und künftig bedeckt kastrieren.
Die Hoden liegen im äußeren Hodensack, umgeben (bedeckt) von einer dünnen Haut - dem inneren Hodensack. Dieser innere Hodensack stülpt sich beim Herauswandern der Hoden aus der Bauchhöhle um den Hoden und Nebenhoden.
Mit dem im Griff eingesetzten Messer schneiden Sie den Hoden mit der ihn umgebenden dünnen Haut weg.
Mit dem im Griff eingesetzten Messer schneiden Sie den Hoden mit der ihn umgebenden dünnen Haut weg.
Wird beim Kastrieren bis auf den Hoden hineingeschnitten und somit diese dünne Haut durchschnitten, zieht sich diese nach innen und kann nicht mehr entfernt werden. Beim Eindringen von Keimen in die Wunde kann dieser „Innere Hodensack“ zu schwellen beginnen – sie sehen und greifen von außen diese Knoten.
Bedeckt Kastrieren bedeutet: nur den äußeren Hodensack aufzuschneiden, den Hoden und Nebenhoden umzogen vom inneren Hodensack herauszuziehen und wegzuschneiden.
Anfangs bedarf es einiger Übung den Schnitt nicht zu tief zu ziehen, sodass sich nur der äußere Hodensack öffnet.
Ohne Probleme gelingt die bedeckte Kastration mit einer speziellen Ferkelkastrierzange, die seit kurzem auch in Österreich erhältlich ist.

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Aktualisiert am: 02.04.2008 15:48
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