Lärm und Vibrationen im Melkstand

Oft gehen Kühe nicht gerne in den Melkstand oder lassen sich nicht ausmelken – und das, obwohl die Melkmaschinen normgerecht funktionieren.

Blick in einen Melkstand, welcher bezüglich Lärm und Vibrationen optimiert wurde: Puffertank (graues Rohr), flexible Schläuche und Aufhängungen.
Blick in einen Melkstand, welcher bezüglich Lärm und Vibrationen optimiert wurde: Puffertank (graues Rohr), flexible Schläuche und Aufhängungen.

Die lärm- und vibrationstechnische Sanierung von Melkständen hat in verschiedenen Melkständen zu deutlichen Verbesserungen geführt. So ließ sich in einem Melkstand der Luftschall von 79 auf 60 Dezibel absenken. Eine Reduktion des Luftschalles um 10 Dezibel bedeutet die Halbierung des ursprünglichen Lärmes! Bei sonst gleicher Melktechnik und gleichem Management wurden ein deutlicher Rückgang der Zellzahl und eine Erhöhung der Milchleistung festgestellt. Dies dürfte sich darauf zurückführen lassen, dass die Kühe sich beim Melken wohler fühlen und sich besser ausmelken lassen. Eine Annahme, welche sich durch die Tatsache unterstützen lässt, dass die Vakuumstabilität deutlich besser wurde. Die geringere Lärm- und Vibrations-Belastung scheint auch zum Vorteil des Melkpersonals zu sein, das sich länger im Melkstand aufhält als die Kühe. Die Melker finden in der sanierten Situation ihre Arbeit schon fast als komfortabel, sie sind ruhiger und entspannter. Arbeitswirtschaftliche Erhebungen der FAT deuten auf eine höhere Anzahl gemolkener Kühe pro Zeiteinheit hin.


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Aktualisiert am: 13.10.2003 10:30
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