Lärchennadelschütte: Wenn sich die Lärche braun verfärbt

Im Vorjahr war die Lärchennadelschütte verstärkt zu beobachten. Jetzt, zu dieser Jahreszeit, ist wieder auf etwaige Nadelverfärbungen zu achten.
Die Mycosphaerella–Lärchennadelschütte ist die am häufigsten auftretende und auch die am weitesten verbreitete Lärchenschütte in Österreich.
Die Mycosphaerella–Lärchennadelschütte ist die am häufigsten auftretende und auch die am weitesten verbreitete Lärchenschütte in Österreich.
Im späten Frühjahr bzw. im Sommer erscheinen an den Nadeln breite, braune bis rötlichbraun verfärbte Bänder oder die äußere Nadelhälfte ist zur Gänze braun verfärbt. In den befallenen Zonen sind mit der Lupe kleine, schwarze, aufgewölbte, punktförmige Fruchtkörper zu erkennen. Aber auch die Art der Kronenverfärbung kann einen Hinweis auf den Verursacher geben. Die Nadeln der unteren Äste werden zuerst befallen, danach steigt die Krankheit in der Baumkrone hoch. Typisch für die Braunfleckigkeit der Lärche ist zudem die rotbraune Verfärbung des befallenen unteren Kronenbereiches.

Auswirkungen auf den Baum
Es zeigt sich eine optische Beeinträchtigung des Kronenbildes. Bei wiederholtem Befall durch die Lärchennadelschütte können einzelne Äste absterben. Darüber hinaus ist bei wiederholtem Befall in älteren Beständen mit Zuwachsverlusten zu rechnen. Auch bei Jungpflanzen kann die Schüttekrankheit durchaus problematisch werden, da Ausfälle zu erwarten sind und als Folge Kümmerwuchs auftreten kann.

Autoren: DI (FH) Marion KESSLER, Bundesforschungs- und Ausbildungszentrum für Wald, Naturgefahren und Landschaft und Wolfgang J. HINTSTEINER, Universität für Bodenkultur


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Aktualisiert am: 20.05.2010 10:18
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