LKV-Berichte richtig interpretieren

1600 Milcherzeuger beteiligten sich in der Steiermark an den heuer erstmals durchgeführten Stammtischen des Landeskontrollverbandes (LKV) Steiermark.
Dabei werden die vom LKV erhobenen und ausgewerteten Produktionsdaten des eigenen Betriebes analysiert, die entsprechenden Schritte für die Optimierung der Tiergesundheit und des Herdenmanagements gemeinsam diskutiert und konkrete Maßnahmen zur Umsetzung erarbeitet. „Die größte Überraschung in diesem Projekt sind unsere Mitarbeiter. Unsere Kontrollassistenten halten Vorträge vor Landwirten, als hätten sie ihr Leben lang nichts anderes gemacht“, erzählt DI Franz Schallerl von der
Alleine in der Steiermark schulten die Mitarbeiter des LKV 1600 Milchbauern, wie sie ihre Tagesberichte richtig interpretieren können.
Alleine in der Steiermark schulten die Mitarbeiter des LKV 1600 Milchbauern, wie sie ihre Tagesberichte richtig interpretieren können.
LK Steiermark beim 75. LKV-Stammtisch begeistert. Auch Präsident Wlodkowsky kam zum 75. Stammtisch nach St. Lorenzen am Wechsel, um sich vom Erfolg dieses Projektes vor Ort zu überzeugen.

Lernen, die Berichte anzuwenden
Schallerl hatte zu Beginn des Projektes mit etwa 300 Teilnehmern gerechnet. Dass es nun in den 75 Veranstaltungen über 1600 Besucher wurden, zeigt Schallerl, dass es nicht reicht, den Landwirten lediglich Zahlen zu liefern. „Man muss den Landwirten auch erklären, was sie mit den Auswertungen machen können“, so Schallerl. „Ich beschäftige mich intensiv mit dem Herdenmanagement und erfuhr beim LKV-Stammtisch dennoch sehr vieles, das mir neu war“, berichtet ein Milchbauer.

Aus Analysen die richtigen Schlüsse ziehen
Die Spezialisten des LKV-Steiermark verstehen es hervorragend, die Zusammenhänge z.B. zwischen Fütterung und Milchinhaltsstoffen oder aber Eutergesundheit und Milchzellgehalt in praxisnaher und verständlicher Weise darzustellen. Der nach jeder Probemelkung erstellte Bericht ist für jeden Milcherzeuger eine Fundgrube. Er ermöglicht die Fütterung den Bedürfnissen der Milchkuh individuell anzupassen und die Tiergesundheit sorgfältig im Auge zu behalten.

Tiergesundheit an vorderster Stelle
Den sperrigen Titel „Gesundheitsmonitoring“ trägt ein bundesweites Projekt, das die züchterische Verbesserung der Tiergesundheit zum Ziele hat. Sämtliche Erkrankungen der Tiere werden protokolliert, in einer zentralen Datenbank zusammengefasst und für die gezielte Verbesserung der Tiergesundheit ausgewertet. Zwei Drittel aller steirischen LKV-Betriebe nehmen an diesem Projekt teil. Sie stellen damit ihr hohes persönliches Engagement für die Erhaltung und Verbesserung der Tiergesundheit unter Beweis.

Auch in den anderen Bundesländern ist das LKV-Projekt angelaufen.

Hier erfahren Sie, wie Sie das Angebot des LKV im Internet nutzen können.

Untenstehend finden Sie eine Aktionsliste, mit der Sie Ihr Herdenmanagement verbessern können. Wenn Sie dazu Fragen haben, lassen Sie sich von Ihrem Kontrollassistenten beraten.


Aktualisiert am: 23.02.2009 14:43
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