LK Tirol: Entschädigung bei Impfschäden

Kann ein Schaden eindeutig der Blauzungenimpfung zugeordnet werden, so gibt es auch eine angemessene Entschädigung. Dies berichtet die LK Tirol in einer Presseaussendung.
Bis dato wurden Erhebungen bei Impfschäden durch das Gesundheitsministerium abgelehnt. „Nun hat sich das Blatt zum Wohle unserer Bauern gewendet,“ freut sich LK-Präsident Josef Hechenberger über den Sieg.

Entschädigung bei nachgewiesenen Impfschäden
Hechenberger erklärt weiter: „Nur aufgrund des Druckes von Seiten der Tiroler Agrarvertreter ist es gelungen, dass nun eine Erhebung der Impfschäden durchgeführt wird und es im Falle einer eindeutigen Zuordnung auch zur angemessenen Entschädigung kommt.“ Das Erhebungsformular wird in den nächsten Tagen auf der Homepage des Gesundheitsministeriums unter http://www.bmgfj.gv.at/ zum Download für die Bauern zur Verfügung stehen. Die erhobenen Fälle werden im Anschluss daran von der Veterinärbehörde geprüft. In jenen Fällen, wo sich ein Schaden direkt auf die Blauzungenimpfung zurück führen lässt, wird im Rahmen der Möglichkeiten des Tierseuchengesetzes eine Entschädigung an betroffene Landwirte ausbezahlt.

Der bisherige Stand der Dinge
Rund um die Impfung gegen die Blauzungenkrankheit wurde heuer bereits intensiv diskutiert, und die Vor- und Nachteile abgewogen. Letztlich kam es zur Entscheidung, mit der Impfung zu beginnen. Für LK-Präsident Josef Hechenberger standen die Sicherheit beim Viehabsatz und die Verhinderung möglicher Schäden bei den Bauern im Vordergrund. Nachdem die Ausbreitung der Krankheit heuer wesentlich langsamer verlief als im letzten Jahr und zudem bei der Impfung vereinzelt Nebenwirkungen auftraten, wurde von vielen Bauern die Impfentscheidung kritisiert. Durch den ersten österreichischen Blauzungen-Fall in Schärding hat sich dies grundlegend geändert. Bis Ende März sollten alle Wiederkäuer in Österreich geimpft sein. In Tirol werden in den nächsten drei Wochen alle Schafe und Ziegen geimpft, weiters wird bei den Rindern die zweite Teilimpfung der Almtiere durchgeführt.


Aktualisiert am: 23.12.2008 13:45
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