LK NÖ: Präsidium wiederbestellt

Nach der Landwirtschaftskammerwahl am 28. Februar 2010 wurde das Präsidium bestehend aus Präsident Hermann Schultes und den
Vizepräsidenten Theresia Meier und Josef Pleil gestern einstimmig gewählt und von LR Stephan Pernkopf angelobt.
LR Stephan Pernkopf und das einstimmig wiederbestellte Präsidium der LK NÖ.
LR Stephan Pernkopf und das einstimmig wiederbestellte Präsidium der LK NÖ.
„Die Spielregeln, die wir heute vereinbaren, werden darüber entscheiden, wie unsere Landwirtschaft in Zukunft aussehen wird. Daher werden wir alles daran setzen, diese so zu gestalten, dass wir weiterhin im Markt bestehen können und die Wertschöpfung im Land halten. Ein weiteres Thema ist die Verringerung der Importabhängigkeit bei Energie. Für uns auch eine große Chance, da sich dabei ein großer Markt erschließt. Hätten wir heute schon den Anteil von 34 Prozent an erneuerbarer Energie wie das geplant ist, würden 1,5 Mrd. Euro die wir heute noch für Öl ausgeben im Land bleiben. Ein guter Teil davon würde schon in unseren Dörfern ankommen“, fasst Hermann Schultes die kommenden Arbeitsschwerpunkte zusammen.

Erneuerbare Energieträger ausbauen
Die österreichische wie die europäische Energieversorgung ist von importierter Kohle, importiertem Öl und russischem Gas abhängig und dementsprechend verwundbar. Wird das Barrel Öl um einen Dollar teurer, kostet das Österreich im Jahr 150 Mio. Euro. Ölpreissteigerungen sind für unsere Wirtschaft sehr gefährlich. Der Ausbau der Biomassenutzung in Österreich war und ist der richtige Weg. Der Einsatz von Biomasse ist die sicherste, weil heimische, Energiequelle. Sie stäkt die regionalen Wirtschaftskreisläufe, sichert Arbeitsplätze und Wertschöpfung und liefert
klimaneutrale Energie. „Durch die Verbesserung der Einspeisetarife für kleine und mittlere Biomasseanlagen und Pufferlager für Pellets können Marktschwankungen ausgeglichen werden und die Versorgung sichergestellt werden. Zudem wird für die Landwirtschaft ein neuer Markt erschlossen, der zahlreiche Absatzmöglichkeiten für unsere Bäuerinnen und Bauern bietet. Wir werden uns mit ganzer Kraft dafür einsetzen, diese Chancen zu nutzen“, so Hermann Schultes.

Ausbildung und Investitionen in der Landwirtschaft forcieren
Die österreichische Landwirtschaft hat ganz klar bewiesen, dass sie ein verlässlicher Wirtschaftsmotor ist. Mit einem Investitionsvolumen von 2 Mrd. Euro jährlich ist sie ein entscheidender Faktor in der Konjunkturbelebung. Durch die regionalen Marktbeziehungen zum vor- und nachgelagerten Bereich werden die durch Investitionen erzielbaren Wertschöpfungseffekte noch vervielfacht. „Daher lautet unsere Devise mit Mut und Weitblick zu investieren anstatt vor Angst zu erstarren. Investierende Bauern stärken die dauerhafte Wirtschaftskraft unserer ländlichen Regionen. Unsere wichtigste Energiequelle ist unsere Liebe zu unserem Hof und unserer Arbeit. Mut zum Unternehmertum, die Kompetenz unserer gut ausgebildeten Jugend, das Interesse für neue und innovative Produkte, die am Markt bestehen können sind maßgeblich für die Sicherung unserer Betriebe und eine flächendeckende Landwirtschaft“, so Schultes abschließend.


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Aktualisiert am: 13.04.2010 09:59
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