LEMKEN Compact-Solitairplus 9 H: Universal aber doch spezial

LEMKEN Compact-Solitairplus 9 H: Universal aber doch spezialLemken hat mittlerweile über 10 Jahre Erfahrung im Bau von Drillmaschinen. Die neueste Compact-Solitair-Generation verfügt mit dem OptiDisc-Doppelscheibenscharen über eine neue Säschargeneration. Ob damit ein Zusatznutzen generiert wurde zeigt dieser Praxistest. Das Landwirt-Testteam hat viele „Plus“-Punkte, aber auch das eine oder andere „Minus“ festgestellt.
Lemken hat seine bewährte pneumatische Sätechnik mit der anerkannten Kurzscheibenegge Heliodor zu einer soliden, schlagkräftigen Bestellkombination vereint.
Lemken hat seine bewährte pneumatische Sätechnik mit der anerkannten Kurzscheibenegge Heliodor zu einer soliden, schlagkräftigen Bestellkombination vereint.
Die gezogene Bestellkombination Compact-Solitair 9H ist eine universell einsetzbare, pneumatische Sämaschine für hohe Flächenleistungen. Je nach Ausstattung kann sie für die konventionelle Aussaat auf gepflügtem Boden oder zur Mulchsaat eingesetzt werden. Dazu bietet Lemken verschiedene Werkzeugkombinationen für die Bodenbearbeitung und Rückverfestigung des Saatbettes an.
Die Compact-Solitair gibt es, neben den starren Arbeitsbreiten 3 und 4 m, auch als geklappte Version mit 6 m Arbeitsbreite.

Schnell angebaut
Das erste Plus konnte unser Testteam schon beim Anbau an den Traktor vergeben. Die Maschine lässt sich einfach mit den Unterlenkern des Zugfahrzeuges verbinden. Die Umstellung des Spreizmaßes von Kategorie II zu III oder umgekehrt ist mit lediglich vier Klemmschrauben möglich. Viel Lob gab es für die eindeutige Kennzeichnung der Hydraulikschläuche. Eine dauerhafte farbliche Markierung der Schläuche und ein verständlicher Aufkleber auf der Maschine, der die verschiedenen hydraulischen Arbeitsabläufe schematisch darstellt, vermeiden das übliche Rätselraten beim Anschließen der Hydraulikschläuche. Zudem sind die Schläuche am Ende mit steifen Kunststoffhülsen umgeben, die als Griffe dienen. Damit wird das An- und Abkuppeln erheblich erleichtert. Beim Abbau der Maschine vermissten wir Parkhalterungen für die Hydraulikschläuche und das Bedienterminal.
Die Deichsellänge hat Lemken so gewählt, dass selbst mit Breit- oder Zwillingsbereifung enge Kurvenfahrten am Vorgewende möglich sind.

Verständliche Bedienung
Das Steuerungs- und Überwachungsterminal Solitronic PRO bietet viele verschiedene Fahrgassenvarianten an. Neben zahlreichen Hektarfunktionen zählen die Steuerung des elektrischen Säwellenantriebes, die Einstellung des Schardruckes und die optional erhältliche Teilbreitenschaltung zu den Kernfunktionen. Nach einer gewissen Eingewöhnungszeit kamen die Testfahrer mit der Menüführung des Monitors gut zurecht. Eine wirkliche Erleichterung für den Fahrer ist das serienmäßige „Vorgewendemanagement“. Mit ihm lässt sich das zeitversetzte Ein- und Aussetzen der Bodenbearbeitungswerkzeuge, der Säschiene und der Spuranreißer per Knopfdruck automatisieren.

Fazit
Trotz kleiner Wehwehchen ist die Universal-Drillmaschine Compact-Solitair des Bodenbearbeitungs- und Sätechnikspezialisten Lemken keine „Kopie“, sondern eine sehr spezielle. Sie ist eine stabile, gut verarbeitete Bestellkombination, die sowohl auf gepflügtem Boden als auch bei Mulchsaat für hervorragende Feldaufgänge sorgt. Durch verschiedene Ausstattungsmöglichkeiten beim Bodenbearbeitungselement, der Rückverfestigung und der Scharanzahl lässt sich die Maschine für verschiedene Einsatzbedingungen optimieren.

Autor: Ing. Johannes PAAR, Bad Blumau


Aktualisiert am: 06.10.2009 11:08
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