Kurze Zwischenmelkzeit beeinflusst Milchqualität

Bei Milch, die von Robotern gemolken ist, besteht ein höheres Risiko für Qualitätsmängel. Eine neue Studie zeigt, dass die Zeit zwischen zwei Melkvorgängen dabei einen entscheidenden Einfluss haben kann.
Es wurde herausgefunden, dass es je nach Melkmethode große Unterschiede in der Milchqualität gibt. Der Melkstand schnitt dabei am besten ab.
Es wurde herausgefunden, dass es je nach Melkmethode große Unterschiede in der Milchqualität gibt. Der Melkstand schnitt dabei am besten ab.
In den Jahren 2005/06 mussten ganze Monatsproduktionen an Käse entsorgt werden, weil er schnell ranzig geworden war. Man fand heraus, dass die Milch von einem Betrieb mit automatischem Melksystem (AMS) stammte. Die Forschungsanstalt Agroscope Liebefeld-Posieux ALP hat in einer Studie herausgefunden, dass es je nach Melkmethode große Unterschiede in der Milchqualität gibt. Melkroboter schnitten dabei am schlechtesten ab, der Melkstand am besten.

Schlechtere Milchwerte
In einer weiteren Studie hat die ALP nun geklärt, womit diese Unterschiede zusammenhängen könnten, schreibt die Bauernzeitung. Offenbar häufen sich schlechte Milchwerte, wenn zwischen zwei Melkungen weniger als 7,5 Stunden gewartet wird. Dabei kommt es auch auf die Veranlagung der Kuh an. Einige haben nach einer Zwischenmelkzeit von fünf Stunden in der Milch hohe Buttersäurenwerte. Das macht die Milch ranzig. Wartet man bei denselben Tieren jedoch elf Stunden bis zur nächsten Melkung, so ist ihre Milch von einwandfreier Qualität.

Zwischenmelkzeit von mindestens 8 Stunden
Interessant ist, dass dieses Phänomen nur auftrat, wenn die Kühe mit dem AMS gemolken wurden, nicht aber, wenn die Milch von Hand abgenommen wurde. Wird eine Zwischenmelkzeit von mindestens acht Stunden eingehalten, dann ist gemäß der Studie eine einwandfreie Käsereimilch auch mit dem AMS zu gewinnen. (lid)


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Aktualisiert am: 13.08.2009 15:39
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