Kupfer und Zink in Zukunft stärker beachten

Nach aktuellen Boden- und Pflanzenanalysen ist die Versorgung mit Spurennährstoffen in Österreich noch ausreichend gesichert. Es gibt aber Hinweise, dass sich das bald ändern könnte.
Mangan-Mangelsymptome bei Mais
Mangan-Mangelsymptome bei Mais
Die meisten Böden verfügen natürlicherweise über ausreichende pflanzenverfügbare Spurennährstoffgehalte und sind somit in der Lage, mittel- bis langfristig auch ohne Düngung dieser Nährelemente hohe Erträge zu erbringen. Durch steigende Erträge mit erhöhten Entzügen und dem Einsatz chemisch reiner Hauptnährstoffdünger könnte die Spurennährstoffzufuhr eine verstärkte praktische Bedeutung erlangen. Gleichzeitig werden durch die Konzentration der Viehbestände die Rückflüsse von Spurennährstoffen aus Wirtschaftsdüngern auf immer weniger Flächen ausgebracht.

Die Ansprüche der Kulturen bezüglich der Spurenelemente ist sehr unterschiedlich. Dafür sind sowohl der allgemeine Bedarf als auch die Effizienz bei den verschiedenen Kulturen entscheidend: Die Getreidearten, vor allem der Weizen, haben einen hohen Bedarf an Kupfer und Mangan, Mais hingegen besonders an Zink, und in geringerem Ausmaß an Mangan (und Kupfer).

Eine akute Mangelsituation, die zu Ertragseinbußen geführt hätte, war bei den Spurenelementen Kupfer, Mangan und Zink auf keinem der Standorte gegeben. Bei den Marktfruchtbetrieben dürfte aber in Zukunft die Kupferversorgung beim Getreide und die Zinkversorgung beim Mais vermehrt zu beachten sein. Um diesbezüglich zumindest eine Orientierung des Spurennährstoffversorgungsniveaus zu haben, sollten die entsprechenden Angebote der Bodenlabors verstärkt genutzt werden.

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Aktualisiert am: 20.05.2003 15:02
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