Kuhn will Sämaschinenwerk in Frankreich schließen

Der Technologiekonzern Bucher plant die Schließung des Werks seiner Division Kuhn Group im französischen Montereau mit 145 Beschäftigten. Die Produktion von Sämaschinen soll auf die beiden anderen Werke in Frankreich verlagert werden.
Kuhn schließt Sämaschinenwerk in Frankreich und verlagert die Produktion auf zwei andere Werke in Frankreich.
Kuhn schließt Sämaschinenwerk in Frankreich und verlagert die Produktion auf zwei andere Werke in Frankreich.
Das Projekt ist nun den Arbeitnehmervertretungen zur Konsultation vorgelegt worden, wie Bucher am 11. Mai 2006 mitteilte. Den Beschäfigten in Montereau (Ile-de-France) sollen Arbeitsplätze an den Standorten Saverne (Elsass) und Châteaubriant (Westfrankreich) sowie weitere Stellen im Konzern angeboten werden.

Wie viele Arbeitnehmer das Angebot annehmen, ist allerdings ungewiss: Realistisch gesehen werde es sicher zu Kündigungen kommen, sagte Bucher-Chef Philip Mosimann auf Anfrage. Die Verhandlungen mit den Gewerkschaften dürften mehrere Monate dauern. Am Ende muss auch noch der französische Staat zustimmen.

Die Kuhn-Nodet in Montereau hat 2005 einen Umsatz von 24 Mio. Euro erzielt. Sie erwirtschaftet laut Mitteilung seit Jahren hohe Verluste. Als kleiner Standort habe das Werk hohe Fixkosten, sagte Mosimann. Ein Problem ist laut dem Bucher-Chef zudem die schwankende Auslastung wegen der Saisonalität der Sämaschinen.

Die gesamte Bucher-Division Kuhn Group, die spezialisierte Landmaschinen herstellt, hat 2005 mit 2800 Mitarbeitenden einen Umsatz von 503 Mio. Euro erzielt. Neben Frankreich hat sie Produktionsstätten in den USA und in Brasilien.

Zur Hompage des Industriekonzerns Bucher


Aktualisiert am: 19.06.2006 09:00
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