Kuhn Giroschwader GA 7822: Kuhn hat nachgedoppelt

Zur SIMA 2005 hat Kuhn einen neuen Doppelschwader vorgestellt. Der fortschrittliche Landwirt hat ihn letzten Sommer unter verschiedenen Bedingungen getestet.
Mit dem Stützrad lässt sich die Arbeitshöhe am vorderen Kreisel genau einstellen.
Mit dem Stützrad lässt sich die Arbeitshöhe am vorderen Kreisel genau einstellen.
Die Basis für den gezogenen Doppelschwader GA 7822 von Kuhn bildet der Einkreiselschwader GA 4321 von Kuhn. Der Kreisel dieser Maschine hat einen Durchmesser von 3,4 Metern. Dementsprechend hat der GA 7822 inklusive Schwad - bei einer Futterablage auf einen Schwad - eine enorme Rechenbreite von 7,3 Metern vorzuweisen. Zieht man mit dem GA 7822 in einer Fahrt zwei Schwaden, so erhöht sich die Arbeitsbreite sogar auf 7,8 Meter. Damit gehört dieser Schwader zu den größeren Vertretern seiner Klasse. Alle Testfahrer waren von der hohen Flächenleistung begeistert. Doch muss man sich bewusst sein, dass es sich beim GA 7822 um eine gezogene Maschine handelt. Es gelten die STVO-Vorschriften für „Gezogene auswechselbare Maschinen“. Dort ist die maximale Transportbreite auf 3 Meter begrenzt. Das bedeutet, dass am Schwader für den Transport jedes Mal einige Arme abgebaut werden müssen. Das ist an sich nicht so schlimm, vor allem da Kuhn alternativ noch den GA 6522 im Programm hat. Dieser verfügt über die gleiche Technik wie das Topmodell, hat aber kleinere Kreisel, die eine Transportbreite von unter 3 Metern zulassen.

Weniger gut in Erinnerung blieb die Klappung der Schutzgestänge. So konnten die Verriegelungen an den Gestängen nicht direkt gelöst werden, sondern man benötigte einen von Kuhn eigens für diese Vorrichtung konstruierten Haken.

Fazit

Der Kuhn GA 7822 hat einen Kreiseldurchmesser von 3,4 Metern pro Kreisel. Mit vier Zinkenpaaren pro Arm und zwölf Armen pro Kreisel erreicht er eine gute Rechenleistung. Auf Grund der großen Arbeitsbreite von bis zu 7,8 m gilt dieser Schwader als Hektarfresser. Der große Kreiseldurchmesser hat allerdings den Nachteil, dass für den Straßentransport mehrere Zinkenarme abgenommen werden müssen. Das Fahrwerk macht einen soliden Eindruck und die Bodenanpassung ist auch in kupiertem Gelände gut. Leider neigt das Fahrwerk bei trockenen und harten Bedingungen zum Aufschaukeln, was die Fahrgeschwindigkeit nach oben begrenzt. Besonderes Lob erhielt das Schwadtuch. Neben der hydraulischen Klappung für den Straßentransport lässt sich auch die Arbeitsbreite hydraulisch einstellen.

Autoren: Stephan SCHMIDLIN, Wahlen (CH) und Johannes PAAR, Bad Blumau


Aktualisiert am: 19.04.2007 10:53
Landwirt.com Händler Landwirt.com User