Kündigt sich eine Butterkrise an?

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Einerseits setzen sich die steigenden Butterpreise fort, sodass sich Verarbeiter schon nach pflanzlichen Alternativen umschauen. Andererseits ist von Butterknappheit die Rede.
Der Anstieg der Butterpreise setzt sich auch Anfang August fort. Foto: shutterstock.com/Sea Wave
Der Anstieg der Butterpreise setzt sich auch Anfang August fort. Foto: shutterstock.com/Sea Wave
Die knappe Verfügbarkeit von Milchfett sorgt auch in der zweiten Augustwoche weiter für steigende Butternotierungen. Erneut setzte die Süddeutsche Butter- und Käsebörse in Kempten die amtliche Spanne herauf, und zwar im Vorwochenvergleich um 10 Cent beziehungsweise 20 Cent auf 6,40 Euro/kg bis 6,70 Euro/kg. Die Notierung lag damit im Schnitt 3,15 Euro/kg über dem vergleichbaren Vorjahresniveau.

Verarbeiter stöhnen

Für die Weiterverarbeiter drückt der Anstieg erneut auf die Rentabilität. Schon vor Wochen war laut über pflanzliche Substitute nachgedacht worden. Viele der Patisserien können eigenen Angaben zufolge den Preisanstieg nicht an ihre Kunden weitergeben. Unterdessen wachsen auch am Weltmarkt die Sorgen vor einer zunehmenden Butterknappheit; hier ist teilweise bereits von einer „Butterkrise“ die Rede.

Höchste Preise in Deutschland

Die Kurse der Butterfutures an der European Energy Exchange (EEX) bewegten sich im Verlauf der zweiten Augustwoche in etwa auf dem Niveau am Kassamarkt. Im Vergleich mit den europäischen Nachbarländern führt Deutschland nach wie vor die Liste der Länder mit den höchsten Butterpreisen an. Ende Juli lagen der EU-Durchschnitt bei 5,83 Euro/kg und das Niveau in Deutschland bei 6,37 Euro/kg.

Abgepackte Butter erneut teurer

Auch die Notierung für abgepackte Butter wurde von der Kemptener Börse am 9. August 2017 leicht nach oben korrigiert. Nach einem Zuschlag von 4 Cent am unteren Spannenende lauteten die Preisgrenzen für das Kilogramm 6,10 Euro und 6,26 Euro. Die Nachfrage im Einzelhandel hat sich gegenüber der Vorwoche laut Marktbeobachtern wieder etwas abgeschwächt, verlief damit aber in normalen Bahnen.

Aktualisiert am: 10.08.2017 18:32
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