Kubota M7040 Alpin im Praxistest

Aus Kostengründen versuchen Bergbauern immer öfter teure Spezialmaschinen durch einen Standardtraktor zu ersetzen. Kubota rüstet für diesen Trend die Schmalspurtraktoren der Serie M40 mit Zwillingsbereifung aus. Wie sich diese Kombination im Steilhang schlägt und wo Abstriche in Kauf genommen werden müssen, erfahren Sie in unserem Testbericht.
Kubota Schmalspurtraktor mit Zwillingsbereifung im Alpineinsatz.
Kubota Schmalspurtraktor mit Zwillingsbereifung im Alpineinsatz.
Bergbauern und Weinbauern stellen in vielen Punkten ähnliche Anforderungen an ihren Traktor: Eine kompakte Bauweise, niedriges Eigengewicht und gute Wendigkeit. Diese Eigenschaften verleihen dem Fahrzeug nicht nur bei der Bewirtschaftung von Steilflächen Vorteile, sondern erleichtern auch die Arbeit auf dem Hofgelände sowie in engen Gebäuden. Zudem ist ein Traktor viel universeller einsetzbar als beispielsweise ein Zweiachsmäher oder ein Transporter. Baut man dann noch einen Frontlader an, kann auf manchem Betrieb vielleicht sogar auf die Anschaffung eines Hofladers verzichtet werden.

Trotz enger Platzverhältnisse sind alle Bedienhebel gut erreichbar angeordnet.
Trotz enger Platzverhältnisse sind alle Bedienhebel gut erreichbar angeordnet.
Schmaler Rumpf, breite Reifen
Wie hangtauglich ein Traktor wirklich ist, hängt neben der Bauart und dem niedrigen Eigengewicht auch in hohem Maße von der Bereifung ab. Der österreichische Kubota-Importeur Esch-Technik rüstet den Schmalspurtraktor Alpin daher schon in der Grundausstattung mit breiten Grünlandreifen aus: Vorne 340/65R18 und hinten 480/65R28. Mit den dazugehörigen Kotflügelverbreiterungen beträgt die Außenbreite rund 1,80 m und die maximale Höhe 2,34 m. Damit sollte das Fahrzeug auch durch die meisten Stalldurchfahrten schlüpfen. Wem das noch zu breit oder zu hoch ist, der kann mit der Reifenwahl noch einige Zentimeter herausholen. Mit 24 Zoll-Rädern liegt die Gesamthöhe deutlich unter 2,30 m. Dabei sollte man aber berücksichtigen, dass kleinere und schmälere Räder hinsichtlich Traktion und Bodenschonung im Gelände Nachteile haben.
Für den Einsatz in der Außenwirtschaft haben wir unseren Testtraktor mit Zwillingsbereifung − vorne 7.50R20 und hinten 320/85R32 – ausgerüstet. Mit dieser großen Aufstandsfläche waren unsere Testfahrer im Steilhang nicht nur bodenschonend, sondern auch sicher unterwegs. Der schmale Rumpf mit den breiten Reifen verleiht bei Schichtlinienfahrten subjektiv ein sehr sicheres Gefühl. Bei schweren Frontanbaugeräten empfiehlt sich der Anbau eines Heckgewichtes, um die Balance wiederherzustellen.
Die kompakten Abmessungen eines Schmalspurtraktors bringen aber auch Nachteile mit sich: eine kleine Kabine, eingeschränkte Wartungszugänglichkeit, die ungünstige Position des Dieseltanks, geringere Zuladungsmöglichkeit etc.

Weiter Details über den Kubota M7040 Alpin sowie alle Testergebnisse erfahren Sie in der Ausgabe 05/2013 unserer Fachzeitschrift „Der fortschrittliche Landwirt“.

Aktualisiert am: 22.02.2013 18:39
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