Kriecherlschnapsbrennen in Haidegg

Die Schnapsbrennerei ist eine vielfältige Wissenschaft und ein nicht zu unterschätzender Wirtschaftsfaktor in der Steiermark. Die Produktion eines „Kriecherlschnapses“ – einer steirischen Spezialität – wurde im landeseigenen Versuchszentrum Haidegg demonstriert.
v.l.n.r.: Franz Tinnauer, Alois Gölles und LR Johann Seitinger beim Verkosten des Kriecherlbrandes.
v.l.n.r.: Franz Tinnauer, Alois Gölles und LR Johann Seitinger beim Verkosten des Kriecherlbrandes.
Das Versuchszentrum Haidegg wird europaweit für seine Untersuchungen anerkannt und geschätzt. Vor einigen Jahren wurden hier verschiedene blaue Kriecherltypen in der Süd- und Südoststeiermark gesammelt, vermehrt und aufgezogen. Derzeit finden sich acht von diesen Kriecherltypen im „Versuchsquartier“ in Haidegg. Sie werden auf Unterschiede in Wuchs, Ertragsleistung, Aromaintensität und vor allem auf Verarbeitungseignung – primär für Kriecherlbrand – hin untersucht.

Ziel ist es festzustellen, ob tatsächlich typenbedingte Unterschiede existieren oder ob die Unterschiede durch andere Faktoren wie Standort, Behangdichte oder anderes zustande gekommen sind. Sollte sich ein Typ durch besonders günstige Eigenschaften von den anderen abheben, werden wir diesen zukünftig für die Veredlung von Kriecherln verwenden“.

Das Kriecherl zählt zu dem Formenkreis der Pflaumen. Die Bezeichnung geht wahrscheinlich auf „kriechen“ zurück, da der Baum „kriechend“ wächst und viele Ausläufer bildet. Der Begriff könnte auch aus dem alemannischen Dialekt herrühren und den Ursprung der Frucht bezeichnen (Krieche – griech. Pflaume).

Weiterführende Informationen:


Aktualisiert am: 13.09.2007 15:42
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