Kostenfallen in der Rinderfütterung

Wie groß ist das wirtschaftliche Potential bei den Futterkosten? Welche Möglichkeiten haben Rinderbetriebe ihre Futterkosten zu senken? Milchwirtschaftsberater Marco Horn liefert Denkanstöße zur Optimierung der Futterkosten.
Die Futterkosten zu optimieren, kann die Wirtschaftlichkeit der Milchproduktion wesentlich verbessern. Foto: LK NÖ/Gleiss
Die Futterkosten zu optimieren, kann die Wirtschaftlichkeit der Milchproduktion wesentlich verbessern. Foto: LK NÖ/Gleiss
LANDWIRT: Futterkosten machen einen großen Anteil der Gesamtkosten am Rinderbetrieb aus. Die Auswertung der Vollkosten pro kg produzierte Milch der Betriebe des Arbeitskreis Milchproduktion zeigte, dass die Kosten von Grund- und Kraftfutter 2017 zusammen für 41 % der gesamten Produktionskosten verantwortlich waren. Wie können Rinderhalter Futterkosten sparen?

Marco Horn: Eine Optimierung der Futterkosten kann die Wirtschaftlichkeit der Milchproduktion wesentlich verbessern. Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten. Einerseits sollte das betriebseigene (Grund-) Futter so günstig wie möglich produziert werden. Andererseits sollte durch eine ausgewogene Rationsgestaltung darauf geachtet werden, die eingesetzte Ration so effizient wie möglich zu verwerten.

Wie lassen sich Einsparungspotenziale in der Rinderfütterung aufspüren?

„Wer schreibt, der bleibt“, schon jahrzehntelang taucht dieser Satz regelmäßig in Vorträgen und Artikeln auf und er hat in all dieser Zeit nicht an Brisanz eingebüßt. Nur wer weiß, womit Geld eingenommen und wofür Geld am Betrieb ausgegeben wird, kann die im eigenen Betrieb schlummernden wirtschaftlichen Potentiale aufspüren und nutzen.

Auf der Seite der Erlöse (Milchgeld, Altkuh- und Kälberverkauf, Förderungen) ist es noch relativ einfach den Überblick zu behalten, bei den Produktionskosten ist dies deutlich schwieriger. Genügt es denn nur auf die Einnahmenseite zu schauen?

Das Optimierungspotential ist auf Seite der Produktionskosten vielfach größer, als auf Seite der Erlöse. Während sich das betriebswirtschaftlich bessere und betriebswirtschaftlich schwächere Viertel der Vollkostenbetriebe im Arbeitskreis Milchproduktion in Österreich im letzten Jahr bei den Erlösen lediglich um 3,6 Cent pro kg produzierte Milch unterschieden, waren es 26,9 Cent pro kg produzierter Milch auf der Kostenseite.

Dr. Marco Horn, BEd, ist Milchwirtschaftsberater der Landwirtschaftskammer Niederösterreich.

Mehr Tipps und praxistaugliche Möglichkeiten die Futterkosten am Rinderbetrieb zu optimieren, gibt Marco Horn als Referent der LANDWIRT Rinderfachtage im Januar 2019 weiter. Melden Sie sich JETZT an!
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Aktualisiert am: 14.12.2018 13:55