Kosten für die Futtervorlage bei Rindern

Die Kosten für die Futtervorlage, also die Strecke vom Futterlager zum Futtertisch machen rund ein Fünftel der gesamten Grobfutterproduktion aus. Wie teuer die einzelnen Systeme für die Vorlage sind, ist sehr betriebsindividuell.
Die Kosten für die Futtervorlage machen rund ein Fünftel der gesamten Grobfutterproduktion aus.
Die Kosten für die Futtervorlage machen rund ein Fünftel der gesamten Grobfutterproduktion aus.
Zu den Grobfuttererntekosten kommen die Kosten der Futtervorlage, die mit durchschnittlich 15.000€ (4.600 - 35.500 Euro) je nach betrieblicher Struktur zu Buche schlagen. Sie machen rund 18 % (10-27 %) und damit knapp ein Fünftel der gesamten Grobfutterproduktion (incl. Futtervorlage) aus. Im Durchschnitt belastet die Futtervorlage das Kilogramm ECM-Milch mit 2,1 Cent (1,0-3,3 Cent). Die Entscheidung, in welche Fütterungstechnik investiert werden soll, hängt auch von den betrieblichen Zielvorgaben und Einflussfaktoren wie Bestandsgröße, Aufstallungsform, Leistungsniveau der Herde sowie der Arbeitskräfte- und Maschinenausstattung ab. Vor allem vor dem Hintergrund des Arbeitskräftebesatzes sind die zukünftige Ausrichtung und damit die Verwertung von Arbeitskraft zu beleuchten.

Technik ersetzt Arbeitskraft
Eine einfache Fütterungstechnik kann dort sinnvoll zum Einsatz kommen, wo ein hoher Arbeitskräftebesatz besteht. Bei knappem Arbeitskräftebesatz ist eher über technisch aufwändigere Verfahren oder sogar über das Auslagern der Fütterung nachzudenken. Übersicht 3 zeigt verschiedene Fütterungstechniken in Verbindung mit wichtigen Kennzahlen aus der Milchproduktion, die in 42 Milchviehbetrieben erhoben wurden. Neben der absoluten Milchleistung ist auch hier die Effektivität des Grobfutters eine wichtige Kennzahl. Diese wird als Milchleistung aus dem Grobfutter ausgedrückt und ist ein Maß dafür, ob der Mischwagen genau nach den Rationsvorgaben mit den einzelnen Futterkomponenten befüllt wurde.

Autor: DI Thomas Bonsels, Landwirtschaftszentrum Eichhof, (D)

Mehr darüber erfahren Sie in der Ausgabe 4 von „Der fortschrittliche Landwirt“

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Aktualisiert am: 06.02.2012 14:25
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