Kosten der Milchbauern steigen stark

Preis-Kostenschere öffnet sich weiter: Futter- und Energiekosten sind seit 2005 um 70 Prozent gestiegen. Milchbauern verlangen Preisausgleich.
Bild:Wlodkowski verlangt eine Anpassung des Milchpreises
Bild:Wlodkowski verlangt eine Anpassung des Milchpreises
Die größten Kostentreiber für die Milchbauern sind die Futtermittel- und Energiepreise. Diese sind seit 2005 um 70 Prozent unverhältnismäßig stark gestiegen, wobei sich die Preis-Kostenschere zwischen 2010 und 2011 besonders stark geöffnet hat. Vergleichsweise bescheiden haben sich im gleichen Zeitraum die Erzeugermilchpreise entwickelt, sie haben nur um rund 20 Prozent angezogen. Gemeinsam mit den Molkereien verlangen die Milchbauern vom Handel mehr Entgegenkommen für die dringend notwendige Erzeugerpreisanpassung“, betont Landwirtschaftskammer-Präsident Gerhard Wlodkowski anlässlich des Weltmilchtages. Der Milchmarkt lässt eine Preisverbesserung zu. International gesehen herrscht eine gute Nachfrage nach Milch und Milchprodukten. „Die tierfreundliche Haltung, die flächendeckend gentechnikfreie Fütterung der Milchkühe und die hohen, streng kontrollierten Qualitätsstandards sind wesentliche Eckpfeiler der heimischen Milchproduktion, die den Konsumenten Vertrauen und Sicherheit geben und somit eine Preissteigerung zulassen sollten“, betonte Fritz Zöhrer, Sprecher der Milchbauern in der Landwirtschaftskammer anlässlich des Weltmilchtages.


Aktualisiert am: 31.05.2011 15:54
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