Konditionsfütterung in der Trächtigkeit

Messungen zur Speckdicke zeigen, dass Konditionsbeurteilungen mit dem bloßen Auge nicht selten einen völlig falschen Eindruck vermitteln. Das Auge des Tierhalters sollte durch exakte Speckdickemessungen geschult werden.
Zu fett? Zu mager? Die objektive Messung als Basis der Konditionsbeurteilung gibt Auskunft.
Zu fett? Zu mager? Die objektive Messung als Basis der Konditionsbeurteilung gibt Auskunft.

Eine ungünstige Kondition in Form von zu geringen Fettreserven kann die Wirtschaftlichkeit der Sauenhaltung massiv beeinflussen. Stark abgesäugte Sauen neigen zu verzögerter Rausche, erhöhter Umrauscherquote und weniger Ferkel im nächsten Wurf. Die ausreichende Speckdicke von Jungsauen bei der Erstbelegung für die Aufzuchtleistung im ersten Wurf und die gesamte Lebensleistung wurde bereits besprochen. Ein häufig beobachtetes Phänomen bei Sauen in einem Betrieb sind die konträr verlaufenden Gewichts- und Speckdickeentwicklungen.
Nicht nur die Energieversorgung, sondern ein ideales Energie–Eiweißverhältnis in der Futterration ist wichtig. Veränderungen in diesem Bereich führen dazu, dass die Tiere überschüssige Energie aus dem Futter in Fettreserven speichern und in Zeiten erhöhten Bedarfs mobilisieren können. Die Milchleistung der Sauen wird positiv beeinflusst, was zu höheren Absetzgewichten bei den Ferkeln führt. Die Sauen weisen trotz hohem Leistungsniveau keine sinkenden Speckmaße auf. Dies setzt allerdings eine konsequente Phasenfütterung voraus.

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Aktualisiert am: 27.08.2003 14:04
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