Komfort im Melkstand für Mensch und Tier

Komfortabel, tiergerecht, artgerecht, benutzerfreundlich, diese Schlagworte konnte man in den letzten Jahren zur Genüge hören. Der Kuhkomfort im Laufstall darf aber im Melkstand nicht aufhören. Kuh und Mensch müssen sich im Melkstand wohl fühlen.
Elektrische Treibehilfen bedeuten Stress für die Tiere.
Elektrische Treibehilfen bedeuten Stress für die Tiere.
Um eine optimale Milchabgabe zu erhalten ist ein intensives Anrüsten der Tiere vor dem Melken und die Aufrechterhaltung der Oxytocin-Ausschüttung während des Melkens erforderlich. Sind Kühe und Melker gestresst, wird auch das Milchabgabeverhalten der Tiere nicht optimal verlaufen und als Folge treten ist die Milchejektion gehemmt.

Störungen im Milchabgabeverhalten können sehr vielseitige Ursachen haben. Schlechte Euterentleerung ist der Wegbereiter für Eutergesundheitsstörungen und Minderleistungen. Die häufigste Ursache von schlechter Euterentleerung ist Stress, der die Oxytocin-Ausschüttung während des Melkens hemmt. Ein ruhiger Umgang mit den Tieren, intensives Anrüsten und ein optimaler Kuhkomfort beim Melken sind die wirksamsten vorbeugenden Maßnahmen gegen Milchejektionshemmungen. Haben nur wenige Tiere oder nur ein Tier in der Herde ein gestörtes Milchabgabeverhalten, sind wahrscheinlich keine Fremdeinflüsse, sondern hormonelle Störungen des Tieres dafür verantwortlich.

Autor: Ing. Josef HARTL, LMTZ Wolfpassing, Francisco Josephinum


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Aktualisiert am: 27.04.2006 18:07
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