Kochkisten-Projekt von Naturpark Sölktäler und LFS Gröbming

Die Kochkiste – ein altes, traditionelles Kochgerät – ist vielfach schon in Vergessenheit geraten, kommt aber derzeit wieder mehr ins Gespräch. In gemeinschaftlicher Arbeit haben nun der Naturpark Sölktäler und die LFS Gröbming eine bewährte Kochkiste und einen neuen Solarkocher gebaut und getestet.
Die Schüler der LFS Gröbming mit Dir. Ing. Josef Rottensteiner, Agnes Lemmerer Kochkistenköchin und Wirtin der Sölkstub’n, Fachlehrer Gerhard Moser und Walter Schmiedhofer (Obm. Steir. Schafzuchtverband)
Die Schüler der LFS Gröbming mit Dir. Ing. Josef Rottensteiner, Agnes Lemmerer Kochkistenköchin und Wirtin der Sölkstub’n, Fachlehrer Gerhard Moser und Walter Schmiedhofer (Obm. Steir. Schafzuchtverband)
Die Kochkiste verdankt ihre Entstehung und ihre Verbreitung dem sparsamem Wirtschaften gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Im Ennstal war die Kochkiste vor allem durch das „Grabnerhof-Kochbuch“ von Betty Hinterer bekannt. Sie erleichterte schon damals die Haushaltsführung berufstätiger Frauen. Morgens wurden die Speisen kurz aufgekocht und dann in der Kochkiste fertig gegart. In Zeiten knappen Brenn- und Heizmaterials sicherte die Kochkiste mit einem Minimalverbrauch warme Speisen. Energiesparen, und die Nutzung der Sonnenenergie sind auch heute wieder Thema.

Kochkisten-Kooperation
Nach einer Idee aus dem Naturpark Sölktäler bauten die Schüler der Land- und Forstwirtschaftlichen Fachschule Gröbming eine Kochkiste und einen Solarkocher. Getestet wurde die Kochkiste von Naturpark-Wirtin Agnes Lemmerer, die von ihren positiven Erfahrungen berichtet. Die Funktionsweise ist denkbar einfach: Die Speisen werden kurz angekocht, dann in die isolierte Kochkiste oder den Solarkocher gepackt, wo sie in Ruhe und ohne weiteres Zutun fertig garen. Andererseits kann die Kochkiste auch zur Kühlung von Speisen verwendet werden.


Aktualisiert am: 01.07.2009 18:47

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