Klimawandel: Zahl der Hungernden wird steigen

Eine Studie zeigt, dass die Förderung der landwirtschaftlichen Produktivität entscheidend sein wird, wie sich das Phänomen Hunger weltweit entwickelt.
Ein beachtlicher Teil der weltweiten agrarischen Produktion wird durch Schädlinge vernichtet.
Ein beachtlicher Teil der weltweiten agrarischen Produktion wird durch Schädlinge vernichtet.
Die Zahl der unterernährten Kinder auf der Welt wird einer Studie zufolge durch den Klimawandel bis zum Jahr 2050 um 25 Mio. steigen. Diese Entwicklung könne abgewendet werden, wenn pro Jahr zusätzliche 4,78 Mrd. Euro zur Förderung der landwirtschaftlichen Produktivität ausgegeben würden, heißt es in dem Ende September veröffentlichten Report des International Food Policy Research Institute (IFPRI) weiter. Die Studie ist nach IFPRI-Angaben die bisher umfassendste Einschätzung der Folgen der globalen Erwärmung für den Agrarsektor. Die Autoren plädieren unter anderem für eine Förderung der landwirtschaftlichen Forschung sowie eine Verbesserung der Bewässerungsmethoden und der Zufahrtstraßen zu den Märkten für arme Farmer. Auch der Zugang zu sauberem Trinkwasser und die Ausbildung von jungen Frauen seien von wesentlicher Bedeutung. Ohne neue Technologien und Anpassungen der Bauern werde der Klimawandel zu deutlichen Ernte-Einbußen bei Weizen und Reis führen, wird in der Studie gewarnt. Sogar ohne den Treibhauseffekt würden die globalen Nahrungsmittelpreise steigen, so für Weizen um fast 40 % bis 2050, so IFPRI. Mit dem Klimawandel werde der Weizen-Preisanstieg sogar 194 % betragen. Ähnlich dramatische Entwicklungen sagt das Institut auch bei Reis und Mais voraus.
AIZ


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Aktualisiert am: 05.10.2009 14:58
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