Klimaschutzpreise 2009 vergeben

Preisträger sind das Pfarrheim Mauthausen, das Wiener Reparatur- und Service-Zentrum für sozial Schwache (R.U.S.Z), die Handelskette Hofer und die Eine Welt Handel AG.
Hofer-Marke "Zurück zum Ursprung" wurde mit einem der Klimaschutzpreise 2009 ausgezeichnet.
Hofer-Marke "Zurück zum Ursprung" wurde mit einem der Klimaschutzpreise 2009 ausgezeichnet.
Eine Experten-Jury und das ORF-Publikum wählten die Gewinner aus insgesamt 426 Einreichungen aus. Es habe sich um eine schwierige Entscheidung gehandelt, erläuterte Jury-Sprecherin Birgit Kohlmaier-Schacht. Der Großteil der Einreichungen für 2009 sei sehr innovativ und hochwertig, die Auswahl fiel der Jury daher nicht leicht. Aus 16 von der Jury nominierten Projekten konnte das Publikum anschließend seine Favoriten wählen. Mehr als 40.000 abgegebene Stimmen zeigen das große Interesse an diesem Klimaschutzpreis.

Eine Welt Handel AG ausgezeichnet
Die Eine Welt Handel AG siegte in der Kategorie "Handwerk & Gewerbe " mit einem neuen Logistikzentrum im steirischen Niklasdorf. Es ist mit einer Lagerfläche von 2.200 m² und einer Bürofläche von 600 m² das erste gewerbliche Holz-Passivhaus Europas und zugleich das erste gewerbliche klima:aktiv-Haus Österreichs.
In der Kategorie "Ideen & Innovation " setzte sich ein soziales Konzept durch: Das Reparatur- und Service-Zentrum plant ein Projekt zur Energieberatung für sozial Schwächere in Wien und will damit gleichzeitig einen Beitrag zur Armutsbekämpfung und zum Klimaschutz leisten. Diese Kategorie wurde vom Wirtschaftsmagazin "Format " unterstützt.

Kategorie Industrie
Klimafreundliches Einkaufen erleichtert die Handelskette Hofer mit seinen "Zurück zum Ursprung "-Produkten. Sie sind mit einem CO2-Fußabdruck gekennzeichnet, der die Einsparungen bei der Produktion des jeweiligen Lebensmittels gegenüber einem herkömmlichen Produkt zeigt. Dieses Projekt überzeugte in der Kategorie "Industrie & Großbetriebe ", die mit Unterstützung von Siemens realisiert wurde.
Zahlreiche ehrenamtliche Helfer haben dazu beigetragen, das Pfarrheim Mauthausen in ein modernes Passivhaus zu verwandeln. Getreu dem Pfarr-Grundsatz "Nachhaltig leben " wurden die besten Lösungen gesucht und in mehr als 6.000 Stunden freiwilliger Arbeit umgesetzt. Dies sei ein würdiges Siegerprojekt in der Kategorie "Alltag & Leben ", das Vorbild für ganz Österreich sein könne, befand die Jury.

Heimische Erfolge in den Vordergrund rücken
Der Österreichische Klimaschutzpreis wurde von Lebensministerium und ORF nunmehr zum zweiten Mal vergeben. "Dieser Wettbewerb rückt heimische Erfolge in den Vordergrund. Er zeigt mit vielen Best-Practice-Beispielen den Weg zu mehr Nachhaltigkeit und Klimaschutz auf. Davon profitieren sowohl die Wirtschaft als auch jeder Einzelne ", erklärte Berlakovich. Alle Siegerprojekte und die Highlights der Gala werden am 12.11.2009 um 22:45 Uhr auf ORF 2 in einem "Konkret Spezial " vorgestellt.


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Aktualisiert am: 16.11.2009 11:49

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