Klimaschutzbericht 2011: Emissionen sinken, Kyoto aber noch weit entfernt

Die Treibhausgas-Emissionen in Österreich sinken zwar seit 2005, das Kyoto-Ziel ist allerdings immer noch weit entfernt. 2009 betrug die Treibhausgasbilanz 80,1 Mio. t CO2-Äquivalent, rund 5 Mio. t über dem jährlichen Durchschnittswert des Kyoto-Ziels.
Der Einsatz erneuerbarer Energien half mit die Emissionen bereits deutlich zu senken, trotzdem ist noch viel Potential vorhanden.
Der Einsatz erneuerbarer Energien half mit die Emissionen bereits deutlich zu senken, trotzdem ist noch viel Potential vorhanden.
Der Rückgang beruht auf dem verstärkten Einsatz erneuerbarer Energieträger, Energie-Effizienzmaßnahmen und speziell im Jahr 2009 auf der Wirtschaftskrise. Für 2010 wird mit einem Emissionsanstieg gerechnet. Für die Erfüllung der Kyoto-Verpflichtungen rechnen die Experten mit rund 30 Mio. t CO2-Äquivalent, die zusätzlich über flexible Instrumente für den Zeitraum 2008 bis 2012 abgegolten werden müssen.

Weiterhin enormes Reduktionspotenzial bei Verkehr und Raumwärme gegeben
Von den Sektoren, die nicht vom Emissionshandel erfasst sind, haben Verkehr und Raumwärme, dem Bericht zufolge, nach wie vor erhebliche Reduktionspotenziale. Der Verkehrsbereich weicht mit rund 2,8 Mio. t CO2-Äquivalenten (2009) am deutlichsten von den sektoralen Zielen der Klimastrategie ab. Trotz deutlicher Emissionsminderungen durch den Einsatz von Biokraftstoffen sowie durch Effizienzsteigerungen bei Einzel-Kfz ist nicht absehbar, dass das Ziel der Klimastrategie erreicht wird.

Beschluss des Klimaschutzgesetzes im Parlament notwendig

Im Umwelt- und Klimaschutz sind laut Minister Berlakowich alle Verantwortlichen und Sektoren gefordert. Daher müsse auch das nationale Klimaschutzgesetz raschest möglich im Parlament beschlossen und damit für die notwendige rechtliche Basis gesorgt werden, betonte der Ressortchef. Als weitere Maßnahmen will der Minister die erneuerbaren Energien ausbauen, für mehr Energieeffizienz und -sparen sorgen, den Klima- und Energiefonds und seine Förderprogramme zu Energiemodellregionen und E-Mobilität weiterführen und die Thermische Sanierung mit 100 Millionen Euro jährlich vorantreiben.


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Aktualisiert am: 13.07.2011 13:26
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