Kleine „Lademonster“ im Vergleich

Der fortschrittliche Landwirt hat mit der Unterstützung der Agroscope Reckenholz-Tänikon ART letzten Sommer vier Ladewagen mit Rotorförderorgan getestet.
Während des Tests stellten wir fest, dass den Gewichten besonderes Augenmerk geschenkt werden muss.
Während des Tests stellten wir fest, dass den Gewichten besonderes Augenmerk geschenkt werden muss.
Der Ladewagen ist nach wie vor für viele Betriebe eine wichtige Mechanisierungsform in der Silagegewinnung. Die Verkaufszahlen werden sich in naher Zukunft kaum stark nach oben oder unten verändern, dessen ist sich die Fachwelt einig. Doch wie die meisten Maschinen sind die Ladewagen in den letzten Jahren bedeutend größer und vor allem auch bedeutend teurer geworden. So kostet ein mittelgroßer Silierladewagen locker gleich viel wie ein 100-PS-Traktor. Dafür erhält man im Gegenzug einen modernen Kurzschnittwagen mit Rotorförderorgan und allerhand Schikanen, die den Gebrauch erleichtern sollen.

Neben dem Lohnunternehmer und dem Maschinenring-Ausfahrer finden diese Wagen ihren Einsatz hauptsächlich auf größeren Betrieben mit Eigenmechanisierung. In der Regel steht auf diesen Betrieben nicht Leistung ohne Grenzen zur Verfügung. Darum sollten diese Wagen mit einem 100 bis 120 PS-Traktor angetrieben werden können. Das hat auch die Industrie erkannt und wirbt zum Teil bereits mit Antriebsleistungen ab 85 PS.

Vier Firmen nahmen teil
Der fortschrittliche Landwirt wollte es genau wissen und hat vergangenen Sommer einen Ladewagen-Vergleichstest organisiert. Dazu haben wir uns professionelle Hilfe von der Agroscope Reckenholz-Tänikon (ART, ehemals FAT Tänikon) geholt. Mit dem zusammen ausgearbeiteten Messprogramm sollten neben den praktischen Erfahrungen auch einige Parameter, wie zum Beispiel der Leistungsbedarf an der Zapfwelle, gemessen werden (siehe auch Kasten „So wurde gemessen“). Daraufhin haben wir die Firmen Bergmann, Claas, Krone und Pöttinger zu diesem Vergleichstest eingeladen. Wir wünschten uns von allen Herstellern einen nach DIN 11741 etwa 25 m³ großen Wagen und forderten, dass dieser mit einem Rotorförderorgan und Dosierwalzen ausgerüstet ist.

Autoren: Stephan SCHMIDLIN (Wahlen, CH) und Ing. Johannes PAAR (Bad Blumau)


Aktualisiert am: 07.12.2006 16:50

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