Klauenrehe strategisch bekämpfen

Die Klauenrehe als bedeutendste Klauenerkrankung verläuft schleichend und wird häufig nur an den Folgeerkrankungen erkannt. Mit Hilfe eines Anti-Rehe-Programms stoppen Sie die Krankheit schon im Vorfeld.
Mit hohem Kuhkomfort, wiederkäuergerechter Fütterung und funktioneller Klauenpflege lässt sich die Klauenrehe in die Schranken weisen.
Mit hohem Kuhkomfort, wiederkäuergerechter Fütterung und funktioneller Klauenpflege lässt sich die Klauenrehe in die Schranken weisen.
Folgende Symptome sind für die Reheerkrankung typisch:
· Häufung der Lahmheitsfälle im ersten Laktationsdrittel
· Vorsichtiger, spießiger Gang oder Bewegungsunwilligkeit nach Futterwechsel und Anfütterung, zusätzlich leichte Schwellung und Rötung im Saumbandbereich (oberhalb der Klauen).
· Entlastungshaltungen der Füße, um die jeweils größere Klaue am Fuß weniger zu belasten (Vorderbeine bodeneng oder überkreuzt, Hinterbeine bodenweit und/oder zehenweit) und aufgekrümmter Rücken (fallweise mit aufgezogenem Bauch).
· Wird im Stadium der akuten Rehe Klauenpflege durchgeführt, sind häufig noch keine Veränderungen am Hornschuh zu finden. Diese vor allem flächigen Bluteinlagerungen im Sohlenhorn treten häufig erst nach einer Verzögerungszeit von einigen Wochen auf.

Anti-Rehe-Programm
Die Bekämpfung eines Reheproblems im Bestand ist eine Herausforderung für alle beteiligten Personen. Denn dabei müssen meist viele Faktoren korrigiert werden, die die Fütterung, das Management, die Stallsituation und die Klauenpflege betreffen. Die Kombination der Auslösefaktoren von Klauenrehe ist betriebsspezifisch, weshalb es kein Standardrezept gibt, um die Rehe zu verhindern.

Weitere Infos: www.klauenpflege.at

Autor:Mag. Michael HULEK, Oberneukirchen


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Aktualisiert am: 10.07.2007 17:08

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