Kippen oder abschieben? – Transportsysteme im Vergleich

„Der fortschrittliche Landwirt“ hat eine Vergleichsuntersuchung mit einem Muldenkipper und einem Abschiebewagen durchgeführt. Da der Test über mehrere Monate andauerte, konnten beide Systeme ihre Vorteile präsentieren.
Beim Abschiebewagen wird die Frontwand von zwei Hydraulikzylindern nach hinten gedrückt und schiebt die Ladung aus dem Wagen.
Beim Abschiebewagen wird die Frontwand von zwei Hydraulikzylindern nach hinten gedrückt und schiebt die Ladung aus dem Wagen.
Der Abschiebewagen kostet rund 30 % mehr als ein konventioneller Muldenkipper. Dafür bietet der Abschiebewagen vielfältigere Einsatzmöglichkeiten, wie zum Beispiel ein Streuwerk zum Miststreuer. Das von uns gefahrene Streuwerk „Profi“ kostet jedoch inklusive dem Zapfwellendurchtrieb satte 24.192- Euro. Fast so viel wie man für einen mittelgroßen Muldenstreuer zu berappen hätte. Beim Transport von Getreide oder ähnlichen Gütern erfüllen beide Transportsysteme ihre Aufgabe gleichermaßen gut und der Abschiebewagen kann keinen eindeutigen Vorteil ausspielen. Die Stärken des Abschiebewagens liegen aber auf jeden Fall dort, wo ein dosierter Abladevorgang gefordert ist. Das sind Transportanwendungen mit erneuerbaren Energien, wie zum Beispiel Hackschnitzel oder Kompost. Ebenfalls auf dem Fahrsilo ist der Abschiebwagen nicht zu schlagen. Er bietet hohe Standsicherheit und einen gut verdichtbaren Schwad. Zudem hat man bei der Firma Fliegl einen weiteren exklusiven Vorteil. So hat das bayrische Familienunternehmen durch den Aufliegerbau für LKW eine hohe Erfahrung mit leichten, aber trotzdem stabilen Bauweisen. Also, wichtige Punkte im Zusammenhang mit dem Transportwesen.

Autor: Stephan SCHMIDLIN, Wahlen (CH)


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Aktualisiert am: 22.08.2006 18:05

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