Kinderbetreuungsgeld: Leistungen rund um Geburt und Karenzzeit

Die Betreuung und Erziehung von Kindern ist eine Aufgabe und Leistung, die nicht nur für den Einzelnen, sondern für die gesamte Gesellschaft von Bedeutung ist. Zur finanziellen Absicherung der werdenden Mütter bzw. Wöchnerinnen im bäuerlichen Bereich gewährt die SVB wahlweise Wochengeld oder Betriebshilfe.
Müttern stehen drei Varianten des Kinderbetreuungsgeldes zur Verfügung.
Müttern stehen drei Varianten des Kinderbetreuungsgeldes zur Verfügung.
Als weitere Geldleistung gibt es das Kinderbetreuungsgeld, das alle Eltern unabhängig von einer Erwerbstätigkeit erhalten. Um den Bedürfnissen der einzelnen Familien gerecht zu werden, wurde mit 1.1.2008 die Bezugsdauer und Höhe des Kinderbetreuungsgeldes flexibilisiert und die Zuverdienstgrenze angehoben.



Betriebsführerinnen und Frauen, die hauptberuflich im landwirtschaftlichen Betrieb beschäftigt sind, haben für die Dauer der letzten acht Wochen vor der voraussichtlichen Entbindung, für den Tag der Entbindung und für die ersten acht Wochen nach der Entbindung über Antrag Anspruch auf Wochengeld in der Höhe von EUR 24,78 täglich. Bei Frühgeburten, Mehrlings- oder Kaiserschnittgeburten verlängert sich der Anspruchszeitraum auf zwölf Wochen nach der Entbindung.

Voraussetzung für die Gewährung des Wochengeldes ist, dass eine geeignete Hilfe ständig zur Entlastung der (werdenden) Mutter eingesetzt wird.

Anstelle des Wochengeldes kann bei unaufschiebbaren Arbeiten im Betrieb außerhalb des Haushaltes auch die Bereitstellung einer Betriebshilfe beantragt werden.

Seit 1.1.2002 gibt es als Familienleistung, unabhängig von einer früheren Erwerbstätigkeit oder Pflichtversicherung das Kinderbetreuungsgeld. Das Kinderbetreuungsgeld gebührt über Antrag ab dem Tag der Geburt. Wird während des Bezuges von Kinderbetreuungsgeld ein weiteres Kind geboren, endet der Anspruch für das zuerst geborene Kind mit dem Tag, der der Geburt des nachfolgenden Kindes vorangeht. Ab dem Tag der Geburt des nachfolgenden Kindes beginnt der neue volle Anspruch für das zweite Kind.

Bezüglich der Anspruchsdauer und Höhe des Kinderbetreuungsgeldes können Familien, deren Kinder ab dem 1.1.2008 geboren werden, nunmehr zwischen 3 Varianten wählen:
  • Variante 30+6: Bezug des Kinderbetreuungsgeldes in Höhe von EUR 14,53 pro Tag (ca. EUR 436 pro Monat) höchstens bis zur Vollendung des 30. Lebensmonates des Kindes.


Nimmt auch der zweite Elternteil Kinderbetreuungsgeld in Anspruch, verlängert sich die Anspruchsdauer um jenen Zeitraum, den der zweite Elternteil beansprucht, höchstens jedoch bis zur Vollendung des 36. Lebensmonates des Kindes.HHH
  • Variante 20+4: Bezug des Kinderbetreuungsgeldes in Höhe von EUR 20,80 pro Tag (ca. EUR 624 pro Monat) höchstens bis zur Vollendung des 20. Lebensmonates des Kindes.


Nimmt auch der zweite Elternteil Kinderbetreuungsgeld in Anspruch, verlängert sich die Anspruchsdauer um jenen Zeitraum, den der zweite Elternteil beansprucht, höchstens jedoch bis zur Vollendung des 24. Lebensmonates des Kindes.HHH
  • Variante 15+3: Bezug des Kinderbetreuungsgeldes in Höhe von EUR 26,60 pro Tag (ca. EUR 800 pro Monat) höchstens bis zur Vollendung des 15. Lebensmonates des Kindes.


Nimmt auch der zweite Elternteil Kinderbetreuungsgeld in Anspruch, verlängert sich die Anspruchsdauer um jenen Zeitraum, den der zweite Elternteil beansprucht, höchstens jedoch bis zur Vollendung des 18. Lebensmonates des Kindes.HHH

Ausführliche Informationen über die Leistungen im Fall einer Mutterschaft, aber auch medizinische Hinweise und Sicherheitstipps finden Sie in der wieder neu aufgelegten Broschüre "Kinder, Kinder", die kostenlos unter der Nummer +43(1)797 06 - 2205 DW oder per e-mail unter info@svb.sozvers.at bestellt werden kann.


Aktualisiert am: 13.06.2008 12:09
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