Kinder brauchen Lob

Gute Eltern wissen, dass Kinder Lob brauchen. Kinder spüren, ob das Interesse echt ist oder ob sie nur billig abgespeist werden.
Lob schadet nie – wenn es ehrlich ist! Geizen Sie also nicht mit Lob!
Lob schadet nie – wenn es ehrlich ist! Geizen Sie also nicht mit Lob!
Lob als Einheitsbrei hat Nachteile: Wenn Sie bei jeder kleinen Leistung Ihres Lieblings in überschwängliche Begeisterung ausbrechen, verliert Ihr Lob seinen Wert und das Kind lernt sich nicht realistisch einzuschätzen.

Richtig loben ist eine Kunst
Dabei gilt zu beachten: Loben Sie differenziert und beschreibend. Sagen Sie, was Sie tatsächlich wahrnehmen und fragen Sie nach: „Ich sehe viele bunte Kugeln. Was bedeuten sie für dich?“ Oder beschreiben Sie Ihren persönlichen Eindruck und warten Sie, ob das Kind bestätigt: „Das sieht sehr sorgfältig aus. Ich habe den Eindruck, du hast dir wirklich Mühe gegeben.“ So eine Rückmeldung passt vor allem auch dann, wenn etwas dem Kind noch nicht so gelungen ist, wie es das gerne hätte. Oder es antwortet ehrlich: „Das hab ich nur rasch hingekritzelt. Ich möchte nämlich schon spielen gehen.“ Auf diese Weise wird das Kind selber zum Experten für seine Kreation. Wer weiß besser über das Kunstwerk zu reden als der Künstler selber – wie viel Mühe es gemacht hat und wie es zu verstehen sei?
Wenn Kinder durch Ihre beschreibenden und fragenden Rückmeldungen immer wieder lernen, über sich selbst zu reflektieren, steigt ihr Selbstbewusstsein und sie lernen, an sich zu glauben – auch wenn das Lob einmal ausfällt.

Autorin: Mag. Maria NEUBERGER-SCHMIDT, Familie und Erziehung


Aktualisiert am: 19.01.2007 12:34
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