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Kick-Back bei der Waldarbeit verhindern

Kategorien zum Thema: Forsttechnik Forstwirtschaft Wald Top
Jeder Forstunfall ist einer zuviel. Wie schnell es passiert, dass eine Motorsäge zurückschlägt, man abrutscht und sich ins Bein schneidet oder man von einem herabfallenden Ast getroffen wird, blenden wir gerne aus. Unfallsimulatoren der FAST Ossiach zeigen was passiert, wenn es doch passiert.
Mit einem Unfallsimulator zeigen die Mitarbeiter der FAST Ossiach, was passiert, wenn eine Motorsäge nicht richtig aufs Holz trifft. Fotos: Taferner
Mit einem Unfallsimulator zeigen die Mitarbeiter der FAST Ossiach, was passiert, wenn eine Motorsäge nicht richtig aufs Holz trifft. Fotos: Taferner
Im Winter sind viele Landwirte gern im Wald. Sie schätzen die Ruhe nach den Feiertagen und die frische Waldluft. Bei all der Romantik darf nie unterschätzt werden, wie gefährlich Waldarbeit wirklich ist. In Jeans und Haube, womöglich noch mit einem grünen Parka und einer Motorsäge allein in den Wald zu gehen, ist unverantwortlich - sich selbst aber auch seiner Familie gegenüber. Dabei kommt es nicht auf das Alter oder die Erfahrung an - wer ohne persönlicher Schutzausrüstung daran denkt, einen Baum zu fällen, ist leichtsinnig. Forsthelm, Schnittschutzhose, feste Arbeitsschuhe oder Forststiefel und Forstjacke sind nicht wegzudenken, wenn es um sicheres Arbeiten im Wald geht. Sicherheitsexperte DI Johannes Kröpfl von der Sozialversicherungsanstalt der Bauern Kärnten sagt: „Schon die günstigste Schutzausrüstung bringt im Unglücksfall viel. Der Tragekomfort macht meist den preislichen Unterschied.“

Richtige Schneidetechnik entscheidend

Vor allem bei Aufräumarbeiten nach Windwurf kann es vorkommen, dass man mit der Schwertspitze zu schneiden beginnen muss. Damit die Motorsäge nicht zurückschlägt (Kick-back), ist es entscheidend die die Säge richtig anzusetzen. Die Zähne der Kette laufen oben hinaus und unten hinein. Daher muss die Unterseite der Schwertspitze zuerst das Holz berühren. So trifft die ziehende Kette das Holz und schneidet es durch. Wird zuerst die Oberkante der Säge aufgesetzt, trifft die stumpfe Seite der Sägezähne das Brett und die Säge schlägt zurück – die Abschaltautomatik reagiert zu langsam und schwere Kopfverletzungen sind die Folge. An der Forstlichen Ausbildungsstätte Ossiach wird dieser Unfall anhand eines Unfallsimulators nachgestellt: Er besteht aus einer aufgehängten Motorsäge, einem darüber angebrachten Luftballon, der den Kopf des Forstarbeiters simuliert und einem Brett, das auf die Oberkante der laufenden Kettensäge gezogen wird. Das Brett, das an die Oberkante der Motorsäge gedrückt wird, bewirkt dass die Säge zurück schlägt. Der Luftballon ist bereits geplatzt, bevor die Abschaltautomatik wirkt.

Mehr über Gefahren bei der Waldarbeit sehen Sie in den LANDWIRT Videos zur Forstwirtschaft

Hier geht es zum Bildbericht Das passiert beim Forstunfall

veröffentlicht: 28.12.2016 13:05
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