Kennzeichnungspflicht von Schinkenimitaten und Analogkäse gefordert

In Österreich wurde in den letzten Wochen intensiv über die Verwendung von Analogkäse und Schinkenimitaten bei verschiedenen Lebensmitteln diskutiert. Österreich, Deutschland und Luxemburg verlangen jetzt eine verpflichtende Kennzeichnung für entsprechende Produkte auf EU-Ebene.
Als geeigneter Platz einer solchen Regelung erscheint den Ländern dazu die derzeit in Ausarbeitung befindliche Verordnung zur Verbraucherinformation über Lebensmittel. Das geht aus einem Schreiben hervor, das Bundeslandwirtschaftsministerin Aigner gemeinsam mit ihren Amtskollegen nach Brüssel geschickt hat.

Irreführende Kennzeichung von Lebensmitteln

Darin bekräftigen die Minister die Bedeutung der wahrheitsgemäßen Kennzeichnung von Nahrungsmitteln für die Verbraucher. Eine solche verlangen die Politiker auch für Schinkenimitate, die teilweise nur zu 50 bis 80 Prozent aus Fleisch bestehen und dafür einen erhöhten Anteil an Wasser, Stärke, Gelier- und Verdickungsmitteln sowie Eiweiß- und Zusatzstoffen enthalten. Häufig werden diese Erzeugnisse in irreführender Weise gekennzeichnet, zum Beispiel mit der Bezeichnung „Schinken“.


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Aktualisiert am: 12.08.2009 18:50
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