Kasachstan kurbelt Rindfleischexport an

In Kasachstan will die Regierung den Export von Rindfleisch ankurbeln und hat für 2015 eine Ausfuhrmenge von 60.000 t als Zielmarke gesetzt. Russland dürfte aufgrund seines hohen Bedarfs der Hauptabnehmer werden. Allerdings ist die Rinderhaltung kräftig auszubauen.
Die kasachische Regierung will den Export von Rindfleisch ankurbeln.
Die kasachische Regierung will den Export von Rindfleisch ankurbeln.
Zur Umsetzung dieses ehrgeizigen Vorhabens sollen alle in der Fleischproduktion tätigen Landwirtschaftsbetriebe ihren Beitrag leisten, auch die privaten Bauern. Dabei will die Regierung finanzielle Hilfestellung geben und hat die nationale Holdinggesellschaft KazAgro mit der Umsetzung entsprechender Unterstützungsmaßnahmen beauftragt. KazAgro ist bereits für die Versorgung der Rinderhalter mit den notwendigen Betriebsmitteln zuständig. Allein in diesem Jahr sollen den Landwirten rund 40.000 Stück Rindvieh bereitgestellt werden; bis 2015 ist eine Steigerung auf mindestens 300.000 Tiere vorgesehen.

Billige Kredite für die Bauern

Für den Ankauf der Tiere erhalten die Bauern Kredite mit einer Laufzeit von maximal sieben Jahren zu günstigen Konditionen. Entsprechende Darlehen sollen auch für den Aufbau neuer Zucht- und Mastbetriebe bereitgestellt werden; diese Gelder sind erst nach zehn bis zwölf Jahren komplett zurückzuzahlen. Der Vorstandsvorsitzende von KazAgro, Berik Bejsengalijew, sieht vor allem Russland als zukünftigen Abnehmer von kasachischem Rindfleisch, aber auch Saudi-Arabien, Japan, Frankreich, Großbritannien und den Iran. Günstig auf den Ausbau der Exporte nach Russland dürfte sich dem Manager zufolge das niedrige Preisniveau der kasachischen Ware auswirken, aber auch die Beseitigung administrativer Hindernisse sowie die Vereinheitlichung von Veterinärstandards nach Einführung der russisch-weißrussisch-kasachischen Zollunion.


Aktualisiert am: 26.09.2011 16:53
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