Kalken im Frühjahr

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Im Frühjahr ist vor allem die Kalkung vor der Aussaat von Sommergetreide, Körnerleguminosen, Zuckerrüben, Mais und Futterpflanzen interessant. Aber auch eine Kopfkalkung auf Winterungen ist möglich.
Große Schneckenstreuer sind fürs Frühjahr oft zu schwer. Foto: Böck
Große Schneckenstreuer sind fürs Frühjahr oft zu schwer. Foto: Böck
Im Frühjahr eignen sich vor allem schnell wirksame Kalkformen wie Branntkalk, Schwarzkalk, Carbokalk, schwefelhaltige Gipse und fein vermahlene kohlensaure Kalke. Schwarzkalk erwärmt durch seine dunkle Farbe den Boden schneller, Carbokalk enthält zusätzlich zum Kalk noch andere Nährstoffe, und Gips enthält zusätzlich Schwefel.

Für die Bodenstruktur
Besonders gut auf die Bodenstruktur wirkt Branntkalk. Diesen sollten Sie – anders als die anderen Kalkformen – unmittelbar nach der Ausbringung 3–5 cm in den Boden einarbeiten. Denn der Branntkalk reagiert mit Wasser, was stabilisierend auf den Boden wirkt. Daher sollte diese Reaktion auch im Boden geschehen. Doch Achtung: Bringen Sie niemals Branntkalk zeitgleich mit Ammoniumdünger aus. In Kombination verwandelt sich das Ammonium zu Ammoniak und geht verloren. Um den Bodendruck so gering wie möglich zu halten, wäre es von Vorteil, im Frühjahr auf die großen Schnecken- und Schleuderstreuer zu verzichten.

Auf den Bodendruck achten
Diverse Kalke wie Branntkalk, kohlensaure Kalke u.v.m. werden auch in granulierter Form angeboten. Diese Dünger kosten zwar in der Regel etwas mehr, können aber auch mit dem eigenen Mineraldüngerstreuer ausgebracht werden. Eine elegante Lösung ist das Einrühren von Kalk in die Gülle. Das senkt die Geruchsbelastung, die Gülle wird homogener, fließfähiger und für die Pflanzen verträglicher. Hierfür eignen sich besonders der kohlensaure Kalk und auch fein vermahlener Gips, der Schwefel enthält.

Aktualisiert am: 30.03.2018 14:46