Kakerlaken im Schweinestall

Neben der heimischen Schabe findet man auch immer öfter die orientalische Schabe in unseren Breiten und damit auch in unseren Schweineställen.
Kakerlaken übertragen Krankheitserreger

Während der Begriff Schabe die gesundheitsgefährdende Wirkung, die von diesen Schädlingen ausgeht, bei vielen Menschen nicht wachruft, wird bei der Bezeichnung Kakerlake sofort klar, mit wem wir es zu tun haben. Schaben übertragen Salmonellen, Dysenterieerreger, Schimmelpilzsporen und Fadenwürmer. Das Tückische ist, dass diese Erreger von den Schaben über einen langen Zeitraum ausgeschieden werden. Hinzu kommt die hohe Vermehrungsrate sowohl der orientalischen als auch der heimischen Schabe.

Bekämpfung hat höchste Dringlichkeit

Werden die ersten Schaben entdeckt, erkennt man lediglich die Spitze des Eisberges. Schaben werden in der Dämmerung aktiv und verkriechen sich blitzartig schnell, wenn sie des Nachts vom Licht überrascht werden. Das Schaben Krankheitskeime in den Schweinebestand schleppen, und so ein potenzielles Risiko für Gesundheit und Leistung darstellen, hat die Bekämpfung höchste Dringlichkeit. „Eine umfassende Maßnahme kann in der Regel nur bei einem leeren Stall erfolgen und sollte direkt nach dem Ausstallen beginnen.“ Meist erfolgt eine „kombinierte Behandlung mit Spritz- und Nebelmitteln. Bei leichterem Befall kann auch der Einsatz eines so genannten Schabengels ausreichen.“

Es bleibt festzuhalten, dass auch bei intensiver Bekämpfung eine vollkommene Ausrottung der Schaben im Betrieb kaum möglich ist. „Aber den Befall beherrschbar zu machen, ist ein realistisches Ziel.“ (Quelle: Deuka)


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Aktualisiert am: 29.07.2009 19:11
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