Kärnten: Neue Warntafeln sollen Unfälle mit Weidevieh vermeiden

Immer wieder werden Wanderer durch Weidevieh verletzt. Die Ursache sind oftmals frei mitlaufende Hunde. In Kärnten können Landwirte nun Warntafeln vom Almwirtschaftsverein erwerben.
Auch bei friedlichem Weidevieh ist für Wanderer Vorsicht geboten
Auch bei friedlichem Weidevieh ist für Wanderer Vorsicht geboten
Die in den vergangenen Jahren immer wieder auftretenden Unfälle von Wanderern mit Weidevieh - oftmals ausgelöst durch mitgeführte Hunde -, haben den Kärntner Almwirtschaftsverein nun veranlasst, Warntafeln herstellen zu lassen. Almbesitzer können diese beim Almwirtschaftsverein beziehen. Ihnen wird nicht nur von der Landwirtschaftskammer, sondern auch in einer von der Landesregierung beim Institut für Rechtswissenschaft der Universität Klagenfurt in Auftrag gegebenen Studie das Anbringen der Hinweisschilder an markanten Stellen (Parkplätze oder Beginn markierter Wanderwege), insbesondere auf Weide-/Almflächen mit Mutterkühen, "dringend empfohlen".

Vorkehrungen sind für die Halter zumutbar
Der Oberste Gerichtshof (OGH) hatte in seiner Entscheidung vom 28.06.2007 bestätigt, dass bei der Haltung von Vieh auf Almen die Vorkehrungen gegen Tierunfälle dem Halter zumutbar sein müssen. Eine Verpflichtung, Wege die durch eine Kuhweide führen durch Zäune abzugrenzen, besteht demnach nicht. Sollten sich jedoch aggressive Tiere auf der Almfläche befinden, sind diese so zu verwahren, sodass sie sich dem Weg nicht nähern können.


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Aktualisiert am: 15.07.2010 11:53
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