Käfigverbot für Legehennen führt zu Importboom

Das seit 1. Jänner 2009 in Österreich geltende Verbot der Käfighaltung bei Legehennen hat zu einem Boom bei Importeiern geführt. Diese stiegen laut Statistik Austria um rund 30 Prozent auf 393 Mio. Eiern.
Österreichs Hühnerhalter produzieren tiergerechter, aber teurer als in vielen anderen Ländern.
Österreichs Hühnerhalter produzieren tiergerechter, aber teurer als in vielen anderen Ländern.
Als verzerrten Wettbewerb bezeichnet der burgenländische Landesrat Falb-Meixner die aktuelle Situation bei Hühnereiern. Einerseits hat Österreich das Käfighalte-Verbot 2009 umgesetzt und andererseits werden zunehmend Eier aus Ländern importiert, in denen Käfighaltung noch erlaubt ist.
Der Import von billigen Käfigeiern lässt den Eierpreis in Österreich sinken. Der daraus entstehende Kampfpreis ist für heimische Produzenten Existenz gefährdend.

Verbringungsverbot von Käfigeiern in Österreich gefordert
Landesrat Falb-Meixner: „Die derzeitige Rechtslage ist für die heimischen Eierproduzenten extrem schwierig. Sie müssen kosten- und arbeitsintensiver als ihre Mitbewerber in anderen EU-Ländern produzieren und sollten dann mit diesen konkurrieren können. Dass dies nicht möglich ist, liegt auf der Hand. Daher fordere ich ein Verbringungsverbot von Käfigeiern und deren Produkte in Österreich.“
Parallel dazu fordert Falb-Meixner eine verpflichtende Kennzeichnung der Haltungsform auch im Bereich der Verarbeitung und der Gastronomie. Damit kann auch der Konsument klar erkennen, welche Eier im verarbeiteten Produkt enthalten sind.


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Aktualisiert am: 22.12.2010 16:48
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