Kabier: Rinder werden mit Bier massiert

Kabier steht für die Abkürzung von Kalb und Bier. Familie Dähler aus der Schweiz hat sich für ihre Rinder etwas Spezielles einfallen lassen.
Sepp Dähler massiert seine Rinder zwei Mal täglich. Er vermarktet das Fleisch unter dem Namen Kabier - Kalb und Bier.
Sepp Dähler massiert seine Rinder zwei Mal täglich. Er vermarktet das Fleisch unter dem Namen Kabier - Kalb und Bier.
1996 übernahm Sepp gemeinsam mit seiner Frau Magdalena pachtweise den elterlichen Milchviehbetrieb. Die Freude an etwas Neuem, aber auch die schwierige Agrarpolitische Situation brachten den Schweizer dazu, sich nach Nischen umzusehen. So begann er 1998 mit dem Anbau von Brauweizen. Die Brauerei Locher in Appenzell stellt aus dem Erntegut der Familie das „Appenzeller Weizen" her. Dadurch entstand eine enge Zusammenarbeit und die weiterführende Idee die Biernebenprodukte Treber, Malz und Vorlauf ebenfalls zu verwerten. Fündig wurde man in Japan. Dort werden die sogenannten Kobe-Rinder auf Basis von Getreide, Rüben und Kartoffeln gefüttert. Zusätzlich bekommen die Rinder Bier zu trinken, werden täglich von ihrem Halter massiert und dabei mit Sake, dem japanischen Reiswein, eingesprüht. Das Fleisch wird als teuerstes der Welt gehandelt. Sepp Dähler war von der Idee begeistert: „Der Grundgedanke der Kobe-Rinder hat uns gefallen, nur haben wir andere Vorstellungen bezüglich Tierschutz und Ökologie als die Japaner.“ Aus diesem Grund passte der Landwirt das System an die schweizer Verhältnisse an. 1998 starteten sie mit den ersten vier Tieren.

Wie er die Rinder vermarktet und warum seine Kunden ein Jahr Wartezeit in Kauf nehmen, lesen Sie in der Ausgabe 17/2013 des fortschrittlichen Landwirts.
Mehr Infos auch Homepage KABIER

Aktualisiert am: 26.08.2013 08:47
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