KWB: Biomasseheizungen seit 15 Jahren

Mit einem 25- bis 30-prozentigen Umsatzzuwachs steuert der oststeirische Biomasseheizanlagen-Hersteller KWB im 15. Jahr seines Bestehens weiter auf gutem Kurs.
Steirische Heiztechnologie für die Energiewende: v.l.n.r LR Christian Buchmann, GF Erwin Stubenschrott, Vizekanzler Josef Pröll, Bürgermeister Siegfried Nagl, LR Johann Seitinger, GF Stephan Jantscher
Steirische Heiztechnologie für die Energiewende: v.l.n.r LR Christian Buchmann, GF Erwin Stubenschrott, Vizekanzler Josef Pröll, Bürgermeister Siegfried Nagl, LR Johann Seitinger, GF Stephan Jantscher
Wie es anlässlich des Jubiläums hieß, werde man sich nun auch verstärkt in der Stromproduktion engagieren. Mit einem oberösterreichischen Partner wurde dafür ein Joint Venture für den Bau mittels Biomassevergasung betriebener Anlagen ins Leben gerufen.

Der Anfang
1994 startete KWB in St. Margarethen an der Raab mit vier Mitarbeitern, heute werden mit 225 in der Oststeiermark und 150 Mitarbeitern in zehn Auslandsniederlassungen 60 Mio. Euro Umsatz (Plan 2009) erwirtschaftet. Der auf Einfamilienhäuser bis Mikro-Netze spezialisierte Anlagenbauer exportiert zu 75 Prozent vor allem nach Deutschland und zählt zum einzigen steirischen der drei bis fünf österreichischen Player in diesem Segment.

Von Nischenmarkt zum Massenmarkt
In Zeiten der Wirtschaftskrise und der Vertrauenskrise mit fossilen Energieträgern, insbesondere Gas, brummt das Geschäft, stellt Geschäftsführer Erwin Stubenschrott fest. Die Amortisationszeit sei zwar mit Sinken der Treibstoffpreise wieder leicht zurückgegangen, dennoch würden die 30 Prozent Mehrkosten gegenüber einer fossil betriebenen Heizungsanlage binnen vier bis sieben Jahren hereingespielt sein.

Gewerbe als neue Zielgruppe
Geradezu "explodiert" sei in jüngster Zeit der Markt im gewerblichen Bereich, wo das Segment der Anlagen von 100 bis 500 KW bedient wird und wo durch die Leasingfähigkeit noch mehr Anreiz gegeben ist. In Österreich sind derzeit von den Neuerrichteten bzw. sanierten Heizungen ein Drittel holzbefeuert, von den jährlich rund 70.000 Anlagen werden 12.000 mit Pellets, 6.000 mit Stückholz und 2.500 mit Hackschnitzel betrieben.

Neue Brennstoffe aus der Landwirtschaft
Bei KWB setzt man immer stärker auf schnellwachsende Hölzer wie Weide, Pappel und Erle, die auf Bracheflächen produziert werden. Sogenannte Kurzumtriebshölzer stellen keine Konkurrenz zu „Teller“ und „Tank“ dar und bieten den Vorteil der Nutzung schlechterer Böden bei gleichzeitig regionaler Wertschöpfung.

Tag der offenen Tür
15 Jahre KWB sind ein Grund zum Feiern. KWB Biomasseheizungen öffnet daher am 7. und 8. März 2009 seine Türen und gibt Einblick über modernes Heizen mit Holz. Bei spannenden Fachvorträgen kann man sich über aktuelle Entwicklungen im Bereich erneuerbarer Energie informieren. Interessierte können außerdem eine Probefahrt mit Elektroautos und Elektrofahrrädern machen.

Weitere Infos unter www.kwb.at


Autor:
Aktualisiert am: 11.03.2009 17:21
Landwirt.com Händler Landwirt.com User