Jungzüchterprofi Modul 2 in Imst

Im Rahmen des zweiten Moduls des Jungzüchterprofis wurden die Themenschwerpunkte Grundfutterqualität, Tierernährung, Tiergesundheit und Herdenmanagement behandelt. 15 Jungzüchter aus Vorarlberg, Tirol, Salzburg und Niederösterreich diskutierten am 12. und 13. Dezember in Imst (T) zu diesen Themen.
Beim Jungzüchterprofi Modul 2 in Imst gehörte auch der Besuch eines Braunviehzuchtbetriebes zum Programm.
Beim Jungzüchterprofi Modul 2 in Imst gehörte auch der Besuch eines Braunviehzuchtbetriebes zum Programm.
Ing. Reinhard Resch vermittelte den Jungzüchtern am ersten Tag des zweiten Modules die Fähigkeiten zur sensorischen Grundfutterbewertung, die zur Optimierung der Futtergewinnung und der Fütterung eingesetzt werden sollten. Die Jungzüchter prüften die Silage- und Heuproben bis ins Detail. Zur Beurteilung der Silagequalität wurden der Geruch, das Gefüge und die Farbe herangezogen. Im Anschluss daran vermittelte DI Karl Wurm, Fütterungsreferent von der LK Steiermark, die Grundlagen und wesentlichen Zusammenhänge in der Milchviehfütterung. Der erste Seminartag wurde mit einer Exkursion zum Braunviehzuchtbetrieb Maaß Stefan in Wenns, welcher auf nationale und internationale Schauerfolge zurückblicken kann, bestens abgerundet. Die Jungzüchter waren von der guten Qualität der gesamten Braunviehherde begeistert. Am Abend stand noch der Besuch der 15 Jahre Jubiläumsschau des Jungzüchterclubs Schwaz auf dem Programm, bei der die beste Genetik der Rasse Braunvieh aus der Region vorgestellt wurde.

30 Prozent der Betriebe haben Zellzahlprobleme
Dr. Johann Gasteiner erläuterte am zweiten Tag der Ausbildung die wesentlichen Einflussfaktoren auf die Tiergesundheit. Er stellte die Ergebnisse aus einem aktuellen Versuch vor, bei dem die Entwicklung des pH-Wertes im Pansen bei unterschiedlichen Fütterunsregimes analysiert wurde. Anhand von Videosequenzen, welche die Mikroorganismen stark vergrößert abbildeten, zeigte er die fatalen Folgen von Pansenübersäuerungen. Ein weiterer Schwerpunkt des Seminars lag bei der Eutergesundheit. Rund 30 Prozent der Betriebe haben ein Problem mit dem Erreger Staphylococcus aureus. Bei einer Infektion mit diesem Erreger sind die Erfolgschancen einer Behandlung gering, da sich die Bakterien abkapseln und somit nicht vom Antibiotikum erreicht und abgetötet werden können.

Optimales Herdenmanagement mit Milchleistungsprüfungsergebnissen
„Die Ergebnisse der Milchleistungsprüfung sind ein optimales Hilfsmittel für die Landwirte, um das Management am Betrieb zu verbessern“, so Mag. Berthold Grassauer, Vizepräsident der Tierärztekammer. Eine permanente Kontrolle der Fütterung und der Tiergesundheit ist mittels der Tages-, Quartals- und Jahresberichte möglich. Über die Online-Anwendung RDV4M, mit der jederzeit die aktuellen Ergebnisse im Bereich der Milchleistung und Tiergesundheit abgefragt werden können, wurden die Teilnehmer ebenfalls informiert.

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Aktualisiert am: 23.12.2009 18:49
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