Jungsauen optimal eingliedern

Die richtige Jungsaueneingliederung in den Hauptbestand legt den Grundstein für hohe Fruchtbarkeitsleistungen. In der Praxis wird die Eingliederung aber oft nur halbherzig und inkonsequent durchgeführt.
Die Jungsaueneingliederung muss sorgfältig durchgeführt werden, um später das Leistungspotential der Tiere ausschöpfen zu können.
Die Jungsaueneingliederung muss sorgfältig durchgeführt werden, um später das Leistungspotential der Tiere ausschöpfen zu können.
Die Jungsauen des Sauenbestandes sind die zukünftigen Leistungsträger im ferkelerzeugenden Betrieb. Der Grundstein für eine optimale Entwicklung und hohe Lebensleistungen bei gleichzeitiger Absicherung eines hohen Gesundheitsstatus, wird bereits bei der Eingliederung festgelegt. Obwohl diese Zusammenhänge allen Beteiligten bekannt sind, beobachtet man dennoch im Praxisalltag häufig Mängel bei den Eingliederungsstrategien. Häufig wird dadurch das Leistungspotenzial der Jungsauen bei weitem nicht ausgeschöpft. Viele hervorragend veranlagte Tiere scheiden häufig viel zu früh aus den Beständen aus.

Aufbau der Zuchtkondition
Die fachgerechte Jungsaueneingliederung über einen Zeitraum von sechs bis zehn Wochen dient sowohl dem Schutz der zugekauften Tiere als auch dem Schutz der Altsauen. Das Ziel der Jungsaueneingliederung ist die Entwicklung einer optimalen Körperkondition, welche die Grundlage für die Leistungsfähigkeit der Jungsau darstellt. Zur Besamung sollten die Jungsauen ein Gewicht von 130 bis 140 kg bei einem Alter von 220 bis 240 Tagen aufweisen. Außerdem ist eine Rückenspeckdicke von 18 mm anzustreben.

Quarantänestall
Der Quarantänestall soll vom Hauptbetrieb räumlich getrennt und mit einer eigenen Zu- und Abluftführung ausgestattet sein. Hier sollen bereits beim Vermehrungsbetrieb begonnene Impfschemata (Nachimpfungen) abgeschlossen werden, oder notwendige Impfschemata begonnen werden. Die Jungsauen sollten in den ersten ein bis zwei Wochen aber die Gelegenheit zur Eingewöhnung bekommen. Der Isolationsstall muss hierzu eine Einbahnstraße bleiben. Jungsauen, die diesen Bereich verlassen haben, kehren nicht wieder hierhin zurück. Zudem muss der Isolationsstall vor einer neuen Jungsauenlieferung wieder komplett frei sein und zwischenzeitlich gereinigt und desinfiziert werden. Zusätzlich ist es wichtig, dass dieser Bereich nur mit eigener Arbeitskleidung betreten wird und nur eigene Arbeitsgeräte dazu verwendet werden.

Autor: Dr. Reinald ASCHENBRENNER, Tierarzt in Obernberg/Inn

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Aktualisiert am: 26.10.2011 16:11
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