Jungsauen: Längere Eingliederungszeit bringt mehr Ferkel

Eine Untersuchung an knapp 50.000 Jungsauen zeigte, dass die Sauen mit einem Erstbelegealter von rund 240 Tagen und einer verlängerten Eingliederungszeit von über 60 Tagen die höchsten Leistungen im ersten Wurf erzielten.
Nach heutigen Erkenntnissen sollten Sauenhalter ihren zugekauften Jungsauen eine möglichst lange Eingliederungsphase gewähren und die Jungsauen später belegen.

Jungsauen in guter Kondition erst mit 240 Tagen belegen

Sehr früh belegte Jungsauen und Tiere mit einem Erstbelegealter von über 280 Tagen schnitten bei der Untersuchung deutlich schlechter ab, sowohl bei der Wurfgröße als auch beim Ferkelindex. Beim Erstbelegealter von über 280 Tagen muss jedoch berücksichtigt werden, dass diese Tiere entweder nicht oder schlecht rauschten bzw. ein oder mehrmals umrauschten.

Längere Eingliederungszeit von Vorteil

Abgesehen vom Einfluss des Erstbelegealters führte auch eine längere Eingliederungszeit zu mehr geborenen Ferkel. Bei einem Vergleich von Jungsauen mit gleichem Erstbelegealter und unterschiedlicher Eingliederungsdauer erzielten ebenfalls die Sauen mit der längeren Eingliederungsdauer die besseren Leistungen. Das bedeutet, dass Sie die Jungsauen vielleicht früher zukaufen sollten und den Sauen etwas mehr Zeit bis zur Belegung geben sollten um die Ferkelzahlen der Jungsauen zu optimieren.

Körperkondition der Jungsau zur Belegung:

  • Alter: 240 Tage,
  • Körpergewicht: 130-140 kg,
  • 14-16 mm Rückenspeck,
  • Belegung in 2 bzw. 3 Brunst



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Aktualisiert am: 14.03.2009 18:22
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