Jungbauern: Qualifikation wichtig für erfolgreiche Betriebsführung

„Aus- und Weiterbildung sind das wichtigste Gut und Voraussetzung für unternehmerisches Denken junger Landwirte“, entgegnet Jungbauernobfrau Elisabeth Köstinger in Richtung Kärntner SPÖ. LAbg. Tiefnig kritisierte gestern Abend die verpflichtende landwirtschaftliche Ausbildung, welche notwendig ist, um in den Genuss der Hofübernehmerförderung zu kommen.
Die Ausbildung zum landwirtschaftlichen Facharbeiter vermittelt in 260 Stunden wichtiges Wissen zu Produktion, Betriebsführung und Marktsituation und bietet damit ein wichtiges Fundament um erfolgreich wirtschaften zu können. „Die Bildung einzusparen ist wohl der falsche Ansatz, um junge Betriebsführer zu fördern. Viel mehr ist es noch wichtiger, die Ausbildung der Junglandwirte immer wieder weiter zu entwickeln. Nur so sind die Bäuerinnen und Bauern den sich ständig ändernden Rahmenbedingungen gewachsen“, ist Köstinger überzeugt.

Die Niederlassungsprämie bildet eine notwendige Unterstützung bei der Hofübernahme, die der nachkommenden Generation den Einstieg in ihre Selbständigkeit erleichtern soll. Auch in jeder anderen Berufsgruppe ist es selbstverständlich sich zu qualifizieren und weiterzubilden. „Ein Einzelhandelkaufmann ist auch noch lange kein Betriebswirt. Unsere heimischen Bauern sind Unternehmer, die gerade durch ihre Qualifikation einen derartig hohen Stellwert in unserer Gesellschaft einnehmen“, so Köstinger. „Um die tägliche Arbeit am Betrieb zu erleichtern, darf auf keinen Fall die Bildung auf der Strecke bleiben. Wichtiger wäre es, im Bereich der Cross-Compliance Bestimmungen für Vereinfachungen zu sorgen. Die Funktionäre der Kärntner SPÖ wären gut beraten, selbst immer wieder Weiterbildungsveranstaltungen zu besuchen. Dies würde eventuell solchen unqualifizierten und kontraproduktiven Forderungen vorbeugen“, erklärt Köstinger abschließend.


Aktualisiert am: 30.12.2008 18:13
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