Jetzt gibt es endlich auch Fleischrinderversteigerungen!

Premiere in der Zollfeldhalle bei St. Donat in Kärnten: Österreichs erste Fleischrinderversteigerung ging Anfang November erfolgreich über die Bühne.
Der teuerste Stier Piccollo ging um 3.100 Euro über den Markt. Im Bild: Züchter Julius Holzer aus Zweinitz und Käufer VZG Oberes Lavanttal Adolf Zarfl aus Reichenfels
Der teuerste Stier Piccollo ging um 3.100 Euro über den Markt. Im Bild: Züchter Julius Holzer aus Zweinitz und Käufer VZG Oberes Lavanttal Adolf Zarfl aus Reichenfels
Vor der Versteigerung, zu der mehr als 500 Interessierte aus ganz Österreich angereist waren, gab es eine Schaukörung der Rassen Fleckvieh, Limousin und Charolais. Diese Schaukörung sollte vor allem den Zuchtverbandsfunktionären, den ARGE-Fleischrinder-Vorstandsmitgliedern und interessierten Bauern dazu dienen, rasseeinheitliche Körkriterien kennenzulernen.
Nur mittelmäßig verlief der Verkauf der aufgetriebenen weiblichen Charolais-Zuchttiere. Diese wenigen Tiere waren von mittlerer Qualität. Ein Grund für die eher nur mittelmäßigen Ergebnisse bei den weiblichen Zuchttieren war, dass offensichtlich wenige Reinzüchter im Käufer-Publikum saßen, vielmehr die Mutterkuhhalter mit Gebrauchtskreuzungsabsicht dominierten. Diese Klientel kauft sehr wohl Stiere, aber eben keine Zuchtkalbinnen. Es wäre daher zu überlegen, zukünftige Veranstaltungen durch ein breiteres Rassenangebot sowie mehr weibliche Tiere auch für Reinzüchter interessant zu machen.

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Aktualisiert am: 25.11.2003 16:46
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