Jetzt Anträge auf Entschädigung stellen

Landwirte, die Schäden durch das Jahrhunderthochwasser verzeichnen mussten, können nun die vollständigen Anträge auf Entschädigung einreichen.
Allein in Bayern liegt der Schaden in der Land- und Forstwirtschaft bei 115.000 Euro. Anträge auf Entschädigung können jetzt gestellt werden.
Allein in Bayern liegt der Schaden in der Land- und Forstwirtschaft bei 115.000 Euro. Anträge auf Entschädigung können jetzt gestellt werden.
Von nun an können Landwirte, Gartenbaubetriebe und Waldbesitzer, die vom Hochwasser betroffenen sind, eine Entschädigung aus dem Programm des Landwirtschaftsministeriums beantragen. Das hat Landwirtschaftsminister Helmut Brunner in München mitgeteilt. Der Zuschuss beläuft sich auf bis zu 50 % des Schadens, maximal 100.000 Euro.

Bagatellgrenze von 1.000 Euro
Die Hilfe können alle Landwirte, Waldbesitzer und Gartenbaubetriebe anfordern, die als Folge der Überschwemmungen Schäden von mindestens 1.000 Euro erlitten haben. Neben Aufwuchs- und Ernteschäden, die auf Basis von Pauschalsätzen ermittelt werden, können auch Flurschäden, Schäden an Wegen und Nutztieren sowie nicht versicherbare Schäden an Betriebsgebäuden und Inventar angerechnet werden.

Frist bis 30. November
Die Anträge müssen bis 30. November beim zuständigen Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten eingehen. Betriebe, die bereits eine Schadensmeldung abgegeben haben oder noch abgeben, bekommen die Anträge automatisch zugeschickt.

Härtefonds
Unabhängig von diesen Hilfen können Betriebe bei Existenzgefährdung über die Gemeinden und Landratsämter Leistungen aus dem Härtefonds des Finanzministeriums beantragen. Die Staatsregierung hatte das Hilfspaket aufgelegt, um bei besonders betroffenen Betrieben existenzielle Notlagen abzuwenden. „Wir wollen ein Zeichen der Solidarität mit denjenigen setzen, die das Hochwasser hart getroffen hat“, so der Minister. Nach bisherigen Schätzungen liegt der Schaden, den Hochwasser und Starkregen in der bayerischen Land- und Forstwirtschaft angerichtet haben, bei rund 115 Millionen Euro.

Informationen zum Hilfsprogramm sowie Formulare und Merkblätter gibt es an den Ämtern für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten sowie unter www.landwirtschaft.bayern.de.

Autor: Lena Adlhoch
Aktualisiert am: 26.06.2013 14:52
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