Jahreshauptversammlung der Pinzgauer Jungzüchter

Am Sonntag dem 9. Jänner fand in Thumersbach (Gmd. Zell am See) die Jahreshauptversammlung der Pinzgauer Jungzüchter statt. Das Programm wirkte wieder äußerst anziehend und so freute sich Obmann Hannes Hofer enorm, eine derart große Teilnehmerschar begrüßen zu dürfen.
Der neu gewählte Ausschuss der Pinzgauer Jungzüchter mit Obmann Hofer und Stv. Esterbauer in der Mitte. (Foto: Sendlhofer)
Der neu gewählte Ausschuss der Pinzgauer Jungzüchter mit Obmann Hofer und Stv. Esterbauer in der Mitte. (Foto: Sendlhofer)
Mit sichtlichem Stolz präsentierten am vergangenen Sonntag Obmann Hannes Hofer und Schriftführer Mathias Kinberger einen überragenden Tätigkeitsbericht des letzten Jahres, der die enorme Aktivität dieses Vereines einmal mehr unterstrich. Eine besondere Aufwertung bekommt der Verein durch die länderübergreifende, beneidenswerte Zusammenarbeit der Pinzgauer-Jugend, die ein wesentlicher Bestandteil des Erfolges ist.

Neuwahlen des Ausschusses
Einen wesentlichen Schwerpunkt bildeten die Neuwahlen. Schon im Vorfeld stand fest, dass sowohl Obmann als auch -stellvertreter sich einer Neu- bzw. Wiederwahl stellen werden und somit war klar, dass die beiden "altgedienten" Funktionäre Hannes Hofer und Hermann Esterbauer auch weiterhin die Vereinsspitze bilden werden. Der "alte bzw. neue Obmann" Hannes Hofer bedankte sich bei allen, die ihm das Vertrauen für die Weiterführung seines Amtes geschenkt haben.

Referat zweier erfolgreicher Jungzüchterinnen
Den Neuwahlen folgte ein weiterer Höhepunkt - am Programm stand ein Referat von zwei besonders aktiven und gut bekannten JungzüchterInnen: die Zwillingen Christine und Marlene Berger vom Grubhof in Saalbach, die vergangenen Sommer ihr 14-wöchiges Pflichtpraktikum in Kanada absolvierten, berichteten mit vielen interessanten Bildern von ihren Eindrücken und Erfahrungen. Allein das Erleben der Dimensionen in diesem schier unendlichen Land erweitern den Horizont maßgeblich und sind wertvolle Erfahrungen für zielstrebige, junge Menschen. Eindrucksvoll stellten die beiden 17-jährigen auch ihr Jungzüchter-Können unter Beweis, indem sie bei einigen Jungzüchterbewerben erfolgreich mitwirken durften. Auch hier kommen die Unterschiede deutlich hervor - gelten unsere JungzüchterInnen schon als überaus aktiv, so ist die "4-H-Jugend" (head, heart, hands and health) in Kanada durchschnittlich 8-mal pro Jahr auf Rinderschauen!

Jungzüchterprofi- eine fundierte Ausbildung
Dass diese jungen Menschen Klasse haben, ist längst gewiss - dazu gehören aber viele Faktoren, besonders auch eine fundierte Ausbildung und zu dieser gehört nebst Schule und Praktika seit fast drei Jahren die Seminarreihe des "JUNGZÜCHTERPROFIS". Wie sich diese "Jungzüchter-Schule" innerhalb kurzer Zeit zum "Erfolgsprojekt" entwickeln konnte, erklärte Projektleiter Markus Gahleitner in seinem anschließenden Kurzreferat. Dass sich diese Aus- bzw. Weiterbildung zu einem unverzichtbaren Meilenstein für die künftigen RinderzüchterInnen entwickelte, ist hauptsächlich dem Projektleiter zu verdanken.

Lob durch die Ehrengäste
Viel Lob und Anerkennung wurden auch von den Ehrengästen TZD Irmgard Mitterwallner, ARGE-Obmann Christian Dullnigg, FA-Obmannstellvertreter Ludwig Mitteregger und RZV-Vorstandsvorsitzenden Martin Innerhofer überbracht. ÖR Martin Innerhofer dankte den jungen Menschen besonders für ihren Einsatz um die Rasse - "wenngleich es auch eine schwierige, aber interessante Aufgabe ist, Pinzgauer zu halten", so der Vorsitzende des RZV Salzburgs.

Besuch zweier Zuchtbetriebe
Nach dem interessanten ersten Teil folgten, nach einer gemütlichen Mittagsstunde im Lohninghof, abschließend zwei Betriebsbesichtigungen im Thumersbachtal.
Das erste Ziel war die Familie Resch, Lehen. Basierend auf einer Blutlinie züchtet der Lehenbauer seit 1950 nur mit Natursprungstieren, mit denen er durchwegs gute Ergebnisse erzielen konnte. Danach ging’s talauswärts zum Betrieb der Familie Höller, Entfeld. Die Entwicklung dieses vormals nicht mehr bewohnbaren Hofes ist der Motivation der Familie Höller zu verdanken, die 1993 den Entfeldhof erwarb und zu einem wahren Schmuckkästchen verwandelte. Wohl fühlen darf sich hier auch der ebenso reinrassige Pinzgauer-Bestand, der dank der "Untergrabung" des Stalles bestes, licht durchflutetes Klima genießt. Auch am Entfeldhof ist stets ein Zuchtstier beheimatet. (Christina Sendlhofer)

Einen ausführlicheren Bericht und viele Bilder finden Sie auf www.pinzgauerrind.at

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Aktualisiert am: 25.01.2011 14:39
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