JCB: Mehr Traktor als bisher (Fahrbericht)

JCB stellte kürzlich seine neuen Traktoren der 7000er Reihe vor. In England hatten wir jetzt die Gelegenheit, dem Traktor so richtig auf den Zahn zu fühlen. Allerdings noch als Prototyp, da die ersten Exemplare erst im Dezember vom Band rollen.
Sitzt man einmal in der Kabine, ist die Sicht weitaus überwältigender als bei der älteren Version.
Sitzt man einmal in der Kabine, ist die Sicht weitaus überwältigender als bei der älteren Version.
Mechanisch betrachtet ist der JCB Fastrac eine ausgereifte Sache. Bei der Steuerung der Elektronik merkten wir bei unseren Fahrten durch englische Dörfer und auf dem Acker, dass es bis zum Serienstart noch Einiges zu verbessern gibt. Die JCB-Techniker versicherten uns, dies auch zu tun.

Neues JCB Lastschaltgetriebe
Der Fastrac ist sehr einfach zu bedienen: Starten, Kupplung drücken und los geht es mit dem neuen JCB P-Tronic, ein hauseigenes 24/9 Semi-Powershiftgetriebe. Dieses ist verteilt über sechs Lastschalt-Gänge und vier Gruppen (A-D) im Vorwärtsgang. Rückwärts arbeiten nur die ungeraden Powershiftgänge der Gruppen A, B und C.
Mit dem Touchscreen lassen sich drei Fahrstrategien vorwählen: Manuell (PS-Powershift), Transport (D-Drive) und Auto-Feldarbeit (A-Acker).
Die Fahrrichtung lässt sich über mit einem Joystick in der Armlehne oder mit dem Shuttlehebel links unter dem Lenkrad bestimmen. Die Elektronik sorgt für einen dosierten Wechsel der Fahrtrichtung. Die sechs Lastschaltstufen schalten sanft, „smoothshift“ nennt JCB dies bei seinen kleineren Traktoren.
Der Gruppenwechsel unter Last ist derzeit nur zwischen C und D quasi auf der Straße möglich. Für viele Arbeiten ist dies auf Grund der 6-fach-Lastschaltung im unteren Bereich nicht unbedingt erforderlich, aber in manchen Fällen doch von Vorteil. „Am Gruppenwechsel unter Last in den unteren Bereichen arbeiten wir“, versicherte uns ein Mitarbeiter von JCB.
Im Auto-Feld-Modus wählt man die maximale und minimale Motorendrehzahl über den Touchscreenschirm. Das funktioniert gut, aber eine Drehzahlabsenkung für das Wenden am Vorgewende gibt es nicht.
Die Vorwärts- und Rückwärtsgeschwindigkeiten sind programmierbar. Das ist überaus praktisch beim Manövrieren auf dem Vorgewende.
Die Ganganzahl ist mit 24 im Normalfall ausreichend, aber wenn man sie von 0-70 km/h verteilt, ist sie doch etwas begrenzt. Das Getriebe hat Stufensprünge bis zu 3 km/h im Hauptarbeitsbereich innerhalb einer Ganggruppe.

Transportarbeit
Beim Fahren auf dem Weg fällt uns auf, dass der Traktor in Komfort und Straßenlage gegenüber dem 8250er nichts eingebüßt hat. Er liegt gut in der Spur und lässt sich wie von selbst steuern. Die automatische Schaltung des Powershift-Getriebes arbeitet so, wie es sein soll. Die Gruppenschaltung C-D wird elektrohydraulisch geschaltet. Im automatischen Transportmodus gibt es für diese Gruppen auch eine Speedmatching-Funktion, die die Lastschaltstufe beim Gangwechsel automatisch anpasst. Dies funktioniert auch beim Zurückschalten gut.

Weitere Infos und Bilder finden Sie unter www.landwirt.com/landtechnik

Autoren: Peter MENTEN Londerzell (BE) und Ing Johannes HÜTTER, LFS Hatzendorf


Aktualisiert am: 11.11.2008 10:59
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