Ist zuviel Förderung eine Überforderung für unsere Kinder?

Eltern sollen ihren Ehrgeiz bremsen. Freizeitstress hemmt die Entwicklung ihres Kindes!
Nicht zuviel fördern, sondern Zeit lassen zum Spielen und Toben und Vorlieben mit viel Lob fördern.
Nicht zuviel fördern, sondern Zeit lassen zum Spielen und Toben und Vorlieben mit viel Lob fördern.
Damit Kinder erkennen, wo ihre Fähigkeiten und Schwächen liegen, brauchen sie natürlich noch die Hilfe von uns Erwachsenen. Auch das Aushaltenkönnen von Ruhe (ohne ständige Radio- oder Fernsehberieselung), eigene Vorstellungen darüber, in welchen Situationen sie sich wohl fühlen und das „Baumelnlassen“ der Seele, sind wichtig zu erlernen, damit der Umgang mit den vielen Anforderungen des Alltags leichter fällt.

Fragen für die Eltern
Woran erkennen wir, ob unser Kind mit Anforderungen gut umgehen kann, es also stressresistent ist?
Ø Es kann sich selbst motivieren, etwas zu unternehmen und spricht sich manchmal auch selbst Mut zu
Ø Es kann sich zurückziehen, einmal alleine sein und spielen
Ø Es fühlt sich meistens wohl in seiner Haut und hat nicht ständig das Bedürfnis, sich mit anderen vergleichen zu müssen
Ø Es glaubt an seine eigenen Fähigkeiten.

Was können wir dazu beitragen, dass unser Kind einen „gesunden“ Umgang mit Anforderungen, Überforderungen und damit verbundenem Stress erlernt?
Ø Kinder brauchen die Möglichkeit zum Kind sein
Ø Sie möchten und müssen viel spielen, um eigene Erfahrungen zu machen und sich selbst zu entdecken – ein Überangebot an Aktivitäten ist nicht kindgerecht
Ø Bieten Sie ausreichend Platz und einfache Spielmaterialien an, die die Motivation zum basteln, bauen und experimentieren fördern – ein Mitspielen der Eltern fördert die Beziehung, schafft Nähe und Geborgenheit
Ø Im gemeinsamen Alltag sollte Zeit sein für gemeinsame Erholungsphasen und Ruherituale (nachmittags ein gemeinsamer Kakao oder eine Vorlesestunde)
Ø Körperliche Aktivität – auch in kleinen Dosen – tut der ganzen Familie gut
Ø Entdecken und vermeiden Sie Stressfaktoren im Leben ihrer Kinder wie Bewegungsmangel, voller Terminkalender, dauernde Musikberieselung.

Autorin: Mag. Sonja KARGL, Klinische- & Gesundheitspsychologin; Graz

Weitere Infos zum Umgang mit Kindern: http://www.famerz.org/


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Aktualisiert am: 08.09.2006 15:31
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