Ist die Blütenbehandlung bei Raps wirtschaftlich?

Die Blütenbehandlung im Rapsbestand ist ein heiß diskutiertes Thema. Das liegt zum einen an der möglichen Gefährdung von Bienen und zum anderen an der oft angezweifelten Wirtschaftlichkeit.
Die Mehrerträge durch die Blütenspritzung bewegten sich in den letzten Versuchsjahren zwischen 300 und 700 kg je Hektar.
Die Mehrerträge durch die Blütenspritzung bewegten sich in den letzten Versuchsjahren zwischen 300 und 700 kg je Hektar.
Die möglichst lange Gesunderhaltung des Rapsbestandes vom Zeitpunkt der Blüte bis zur Abreife ist eine wichtige Aufgabe in der Bestandsführung von Raps. Damit können möglichst viele Assimilate eingelagert werden und es kommt zu keiner Notreife. Neben der Rapsschwärze und der Rapswelke ist besonders die Weißstängeligkeit bekämpfungswürdig. Der Zeitpunkt der Sklerotiniainfektion ist während der Blüte, weshalb hier auch der Bekämpfungszeitpunkt liegt. Spätere Abreifekrankheiten werden durch die Blütenbehandlung einfach mitbekämpft.

Blütenbehandlung ist wirtschaftlich
In unseren Versuchen brachte die Blütenspritzung immer Mehrerträge. Gute Rapspreise machen diese Maßnahme damit auch wirtschaftlich. Die Mehrerträge bewegten sich in den letzten Versuchsjahren zwischen 300 und 700 kg je Hektar. Auch der letzte Versuch mit den Fungiziden Cantus Gold (0,5 l/ha) und Prosaro (1 l/ha) aus dem Jahr 2012 zeigt ein klares Bild. Die Blütenbehandlung brachte beträchtliche Mehrerträge. Das Produkt Harvesan zeigte in den letzten Jahren gute Ergebnisse. Die Wirkung des Stroblilurins Ortiva beruht vorwiegend auf einer langen Vitalität der Rapspflanze.

Autor: Franz KASTENHUBER

Den gesamten Artikel samt Versuchsergebnissen lesen Sie in der Ausgabe 10/2013 von Der fortschrittliche Landwirt.

Aktualisiert am: 06.05.2013 08:09
Landwirt.com Händler Landwirt.com User