Irisches Schweinefleisch: Fünf Proben negativ - überschrittener Grenzwert in Mortadella

Das Bundesministerium für Gesundheit, Jugend und Familie erhielt vorab die Ergebnisse von sechs Probenirischen Schweinefleischs, in denen Dioxin vermutet werden musste.
Die Proben waren unmittelbar an die ersten Meldungen, irisches Schweinefleisch sei über Deutschland nach Österreich gekommen, angeordnet worden. Fünf Proben (vier Fleischproben aus Wien und eine Fleischprobe aus der Steiermark) zeigten keine Überschreitungen des Grenzwerts ergeben (Werte unter 0,5 pg / g Fett).

Die Probe Mortadella zeigte einen überhöhten Wert an Dioxin (2,6 pg/g Fett, Grenzwert 1 pg/g Fett). Laut einer telefonischen Vorinformation der AGES, ILMU Wien, Fleischabteilung, wird dieses Ergebnis als "nicht sicher - für den menschlichen Verzehr ungeeignet" beurteilt. Das ist keine unmittelbare Aussage über eine akute Gesundheitsgefahr beim Verzehr. Aus lebensmittelrechtlichen Gründen (Vorsorgeprinzip) gilt die Ware als "nicht verkehrsfähig".

Es handelt sich um jene Ware, die - aus Italien importiert – von einer Tiroler Firma zur Gänze an eine Wiener Firma weitergeleitet wurde. Hier wurden 6 kg als amtliche Probe entnommen. 4,47 kg wurden freiwillig aus dem Verkehr genommen. Ca. 7,7 kg sind, vermutlich in aufgeschnittener Form, bereits vor dem 11.12.2008 offen verkauft worden und können daher nicht mehr sichergestellt werden. Es ist davon auszugehen, dass diese Ware bereits verzehrt ist.

Die zweite Charge Mortadella Bologna (86,4 kg), die in Tirol verblieb, wurde originalverpackt im Lager der Firma vorgefunden. Die Ware wurde gesperrt, eine amtliche Probenziehung ist erfolgt.Ergebnisse liegen noch keine vor.

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Aktualisiert am: 05.01.2009 15:47
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